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POLITIK

Regierungssitzung 7 - Stellenpläne im Bildungsbereich beschlossen

20.11.2018
LH Kaiser: Land wendet 13,9 Mio. Euro für Überhang von 350 Dienstposten im Pflichtschulbereich auf - In wichtigem Bereich Inklusion 13,15 Dienstposten beschlossen
Klagenfurt (LPD). Für das Schuljahr 2018/19 wurden in der Sitzung der Kärntner Landesregierung heute, Dienstag, folgende Stellenpläne beschlossen: für die öffentlichen und privaten Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen und Polytechnischen Schulen, für die Fachberufsschulen sowie für die landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen. Das teilte Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser im anschließenden Pressefoyer mit. Er hob auch den wichtigen Punkt der Inklusion hervor, wo es um die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gehe. An elf Standorten würden für die Betreuung von 93 beeinträchtigten Kindern insgesamt 13,15 Dienstposten bzw. 18 Personen zur Verfügung stehen. Die jährliche Aufwandsentschädigung für die Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens (AVS) betrage 550.100 Euro.

Kaiser betonte, dass man bei den Stellenplänen die eigenen, innerhalb der Koalition erstellten Vorgaben einhalten habe können. Bei den Pflichtschulen rechne man mit einem Überhang von 350 Dienstposten: "Im Stellenplan des Bundes sind für das Schuljahr 2018/19 insgesamt 3.643,8 Dienstposten für den Kärntner Pflichtschulbereich zu erwarten. Um auf die tatsächlich benötigten Planstellen zu kommen, muss das Land Kärnten diese 350 Dienstposten finanzieren. Unser Mehraufwand wird 13,9 Mio. Euro betragen", erklärte der Landeshauptmann. Er streicht zudem hervor, dass mehr als die Hälfte dieser Überhangs-Dienstposten für Schüler mit sonderpädagogischem Lehrbedarf benötigt werden. "Der Bund nimmt hier seit Jahren unverändert einen Bedarf von 2,7 Prozent der Pflichtschüler als Grundlage. Mittlerweile liegt er in Kärnten aber bei vier bis fünf Prozent. Würde der Bund diesen tatsächlichen Bedarf heranziehen und die Kosten für die entsprechende Anzahl an Lehrkräften refundieren, würde sich das Land Kärnten rund acht Mio. Euro ersparen", zeigt der Landeshauptmann auf.

An Schülern in Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen und Polytechnischen Schulen ergeben sich für 2018/19 insgesamt 33.792. Das sind um 172 weniger als im Schuljahr 2017/18 (33.964). Inklusive Exposituren gibt es in Kärnten 308 Schulstandorte, das ist um einen weniger als 2017/18. Die Zahl der Schulklassen verringert sich um acht auf insgesamt 1.911.

Für den Bereich der landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen wurden 152,4 Dienstposten beschlossen, was eine Planstellenreduktion um 2,16 bedeutet. Für die zehn Fachberufsschulen wurden 334,1 Planstellen beschlossen. Hier hat sich die Zahl der Klassen um acht auf 442 verringert, die Schülerzahl ist um 104 auf 7.291 zurückgegangen (von 7.395 im Schuljahr 2017/18).

Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
20. November 2018
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