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10 Jahre Graphenintegrations-Plattform GIP in Österreich

20.11.2018
Das österreichweite digitale Referenzsystem für Verkehrsinfrastrukturdaten der öffentlichen Hand als internationales Vorbild
Klagenfurt (LPD). Im Herbst 2008 - also genau vor 10 Jahren - haben BMVIT, Bundesländer, ASFINAG Service GmbH, ÖBB Infrastruktur sowie Gemeindebund und Städtebund gemeinsam die Graphenintegrations-Plattform GIP ins Leben gerufen. "Das Ergebnis ist heute ein österreichweites Referenzsystem für Verkehrsinfrastrukturdaten, das in seiner Qualität, Integration und Detailliertheit international einzigartig ist", so Verkehrsreferent LR Ulrich Zafoschnig. Vor diesem Hintergrund trafen sich mehrere hundert GIP Wegbereiter, Partner und Anwender am 20. November 2018 im Mozarteum Salzburg zum Symposium "Verkehrsdaten für alle - 10 Jahre GIP". Kärnten hat als Bundesland den Vorsitz im Präsidium. "Die Digitalisierung ist in der Verkehrsauskunft ein wichtiges Thema und nicht mehr wegzudenken. Ich gratuliere der bundesländerübergreifenden Initiative in diesem Bereich", so Zafoschnig.

Die Graphenintegration-Plattform GIP ist der multimodale digitale Verkehrsgraph der öffentlichen Hand für ganz Österreich. Die GIP umfasst alle Verkehrsmittel (Öffentlicher Verkehr, Radfahren, zu Fuß gehen, Autoverkehr) und ist aktueller und detaillierter als alle herkömmlichen kommerziell verfügbaren Graphen. Die Graphenintegrations-Plattform GIP führt dabei zahlreiche Datenbanken und Geoinformationssysteme zusammen, mit denen im öffentlichen Sektor Verkehrsinfrastruktur erfasst und verwaltet wird.

Bereits in den 90er Jahren spielten im Bereich der geographischen Informationssysteme (GIS) der Länder die Themen Verkehrsinfrastruktur, Referenzgraph und Verkehrsdatenbank eine wesentliche Rolle. Allerdings hatten damals noch Länder, Verwaltungsabteilungen und Institutionen jeweils für sie zugeschnittene, unterschiedliche und Großteils parallel geführte Systeme, Qualitätsstufen und Zuständigkeiten.
2008 erfolgten erste Abstimmungen und Projektideen bei einem Ländertreffen in Klagenfurt und ITS Vienna Region entwickelte eine frühe Version der GIP für den Raum Wien und Umgebung im Rahmen eines Forschungsprojekts.

Kurz darauf starteten gemeinsam mit dem BMVIT und unterstützt durch Förderprogramme des Klima- und Energiefonds KLIEN die österreichweiten Projekte GIP.at und GIP.gv.at sowie in der Folge GIP.at Erweiterung, GIP.at E2 und GIP.gv.rollout. Ziel war die Erstellung eines gemeinsamen Verkehrsreferenzsystems mit homogener Qualität und Aktualität für alle Verkehrsarten und für ganz Österreich. Die Einbindung der Städte und Gemeinden war dabei von Beginn an ein besonders Anliegen. Im Rahmen der Förderprojekte galt es auch eine nachhaltige Organisationsform zu finden, um unter Einbindung aller Akteure die GIP aktuell zu halten und den Anforderungen an eine moderne Verkehrsdateninfrastruktur weiter zu entwickeln. Seit 2016 werden Betrieb, Weiterentwicklung und Wartung der GIP nun im Rahmen eines Regelbetriebs über den Verein ÖVDAT (Verein Österreichisches Institut für Verkehrsdateninfrastruktur) abgewickelt.

"Die GIP ist wesentliche Grundlage zahlreicher Anwendungen für Verwaltung, Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer", betont Dr. Albert Kreiner, Leiter der Verkehrsabteilung beim Land Kärnten. Dazu zählen etwa basemap, Verkehrsauskunft Österreich VAO, AnachB, die Routenplaner von ASFINAG und ÖAMTC sowie Services von Verkehrsverbund Ost-Region VOR, Verbundlinie Steiermark, Kärntner Linien, Oberösterreichischer Verkehrsverbund OÖVV, Salzburger Verkehrsverbund SVV, Verkehrsverbund Tirol VVT und Verkehrsverbund Vorarlberg VVV. Die GIP bietet aber auch allen Partner und Anwender eine Reihe an Produkten und Datenexporten an, die ihnen ihre tägliche Arbeit erleichtern.

Inhalte der Graphenintegrations-Plattform GIP werden im Sinne einer transparenten öffentlichen Verwaltung seit Jänner 2016 als Open Government Data (OGD) veröffentlicht. Der OGD - Export der GIP Österreich wird etwa alle zwei Monate aktualisiert. Alle Neuerungen und Details werden in der jeweiligen Dokumentation beschrieben und auf data.gv.at sowie auf der Website www.GIP.gv.at publiziert.

Rückfragehinweis: Abteilung 7, Albert Kreiner
Redaktion: Wedenigg/Robitsch
20. November 2018
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