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Bundespräsident 1 - Zwei Kärntner Mathematiker promovierten sub auspiciis an Klagenfurter Universität

20.11.2018
Bundespräsident Van der Bellen überreichte Ehrenringe - Universitäten internationalisieren und europäisieren sich immer mehr - Auch LH Peter Kaiser bei akademischer Feier


Klagenfurt (LPD). An der Alpen Adria Universität Klagenfurt fand heute, Dienstag, eine doppelte "Promotio sub auspiciis" der beiden Mathematiker Benjamin Hackl und Christian Niemetz zum Doktor der Technischen Wissenschaften unter den Auspizien von Bundespräsident Alexander Van der Bellen statt. Das Staatsoberhaupt steckte ihnen die Ehrenringe "Sub auspiciis Praesidentis rei publicae" an. Bei der akademischen Feier anwesend war auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der beiden frischgebackenen Doktoren herzlich gratulierte.

"Dass ich bereits zum zweiten Mal hier an der Universität eine Sub auspiciis Promotion durchführen kann, zeigt dass hier hochbegabte Leute anzutreffen sind, deren geistige Kapazitäten auch von den Lehrenden gefördert werden und das ist gut für den Universitätsstandort", hob der Bundespräsident hervor. Van der Bellen sagte auch, dass sich die Kooperation zwischen den Professoren und den Studenten positiv verändert habe und auch die Rolle der Rektoren eine andere sei.

Rückblickend auf sein eigenes Studium in Innsbruck merkte der Bundespräsident an, dass damals ein hoher Grad an Selbstdisziplin und Selbstorganisation notwendig gewesen sei. Da sich die Universitäten sowohl in Österreich als auch in Europa immer mehr internationalisieren und europäisieren würden, hätten junge Menschen größere Ausbildungschancen. Der Weg an die Spitze sei jedoch schwieriger geworden, da die Studentenzahl zunehme.

Den beiden Promovenden gratulierte Van der Bellen mit den Worten: "Damit man so eine Promotion erlebt, bedarf es der richtigen Mischung aus Intelligenz, Begabung, Disziplin, Phantasie und Intuition gepaart mit Neugier".

Rektor Oliver Vitouch würdigte die "strikt leistungsbezogene Auszeichnung" der Sub auspiciis-Promotion. "Sie sind eine Rarität und seit 1952 wurde sie erst 1.150 Personen zu Teil", gab er bekannt.

Niemetz und Hackl bedankten sich bei allen Wegbegleitern und den exzellenten Lehrenden, die sie während ihrer Schul- und Studienzeit auf ihrer Reise begleitet hätten.

Niemetz, 1980 in Klagenfurt geboren, maturierte wie Hackl in Viktring. Nach dem Schulabschluss studierte er zuerst Musik in Wien und trat als Musiker auch auf. 2005 kehrte er nach Klagemnfurt zurück und begann das Diplomstudium Mathematik. Anschließend arbeitete er einige Jahre im Bankensektor sowie als Unternehmensberater und machte sich selbstständig. Seine Dissertation mit dem Titel "Statistische Versuchsplanung und Prozessoptimierung mit Anwendungen in der Dekorpapierindustrie" widmete er seinem bereits verstorbenen Vater. Er nutzte seine Ansprache, um Mathematik-Studierende in ihrer Wahl zu bestärken, das Studium eröffne heute immer vielfältigere Berufsmöglichkeiten.

Hackl wurde 1994 in Wolfsberg geboren. Bereits während der Schulzeit besuchte er erste Lehrveranstaltungen an der Universität im Rahmen eines Begabtenförderungsprogramms. Im Alter von 20 Jahren schloss er sein Masterstudium ab, anschließend folgte das Doktoratsstudium. Seine Doktorarbeit mit dem Titel "Asymptotic Analysis of Shape Parameters of Trees and Lattice Paths" widmet sich der analytischen Kombinatorik. Nach seiner Ehrung dankte Hackl seiner Familie, Freunden und Lehrenden. "Ich bin sehr stolz, ein Kind dieser jungen und aufstrebenden Universität zu sein."

Die Vorstellung der Promovenden erfolgte durch Prodekan Univ. Prof. Clemens Heuberger und Univ. Prof. Jürgen Pilz. Den Promotionsakt nahmen Heuberger und Studienrektorin Ass.- Prof. Kornelia Tischler vor.

I N F O: Voraussetzung für eine "Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae" sind unter anderem der Abschluss aller Oberstufenklassen mit "ausgezeichnetem Erfolg", die Ablegung der Matura mit "Auszeichnung", sowie die Beurteilung sämtlicher Diplom- und Rigorosenprüfungen mit "sehr gut".



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Präsidentschaftskanzlei, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just