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Land Kärnten vergibt erstmals Digitalisierungs-Stipendien

21.11.2018
Premiere im Land Kärnten: LH Kaiser und LR Zafoschnig überreichen Stipendien für acht Abschlussarbeiten zum Thema Digitalisierung - LH Kaiser: junge Menschen arbeiten in Kärnten für Kärnten


Klagenfurt (LPD). Als eine Maßnahme im "Jahr der Digitalisierung" hat das Land Kärnten heuer erstmals Digitalisierungs-Stipendien ausgeschrieben. Prämiert wurden heute, Mittwoch, im Spiegelsaal der Landesregierung acht herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten, die sich mit dem Thema Digitalisierung und deren Auswirkung und Bedeutung für Kärnten befasst haben.

Landeshauptmann Peter Kaiser wertete in seiner Rede vor rund 60 Gästen den Tag als "Premiere des Landes". "Erstmals holen wir Abschlussarbeiten junger Menschen zum Thema Digitalisierung, verbunden mit einem Kärnten Bezug, vor den Vorhang und zeichnen ihre Arbeit mit einem Stipendium aus", so Kaiser. Die Digitalisierungs-Stipendien seien laut Kaiser eine Maßnahme im "Jahr der Digitalisierung" des Landes. "Das ist ein zukunftsweisendes Thema für Kärnten, die 1,6-Milliarden-Investition von Infineon beweist, dass wir Kärnten als Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort positionieren können. Mit dem Stipendium wollen wir das Land attraktivieren und das Bewusstsein für das Thema Digitalisierung steigern, weil es unser ganzes Leben bestimmt. Es ist unausweichlich - wir müssen uns damit auseinandersetzen", erklärte Kaiser.

Daher habe das Land auch den Schritt mit dem Stipendium gesetzt, damit auch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema erfolge. Außerdem wolle das Land damit seiner Funktion als Verantwortungsträger nachkommen und die Bedeutung des Themas entsprechend hervorheben. "Ich gratuliere allen, zu ihrem Stipendium und bedanke mich als Landeshauptmann dafür, dass sich junge Menschen in Kärnten und hoffentlich auch für Kärnten mit dem Thema Digitalisierung und ihre Auswirkungen und Chancen auseinandergesetzt haben", sagte Kaiser.

Auch Wirtschaftslanderat Ulrich Zafoschnig beglückwünschte die acht Stipendiaten. "Kärnten wird im Thema Digitalisierung nach außen sichtbar, nicht nur durch die Investition von Infineon, sondern auch durch diese Abschlussarbeiten", wies Zafoschnig hin und dankte den Studenten für ihre Arbeit, ihre Zeit, die sie dafür aufgewendet haben und ihre Ideen. Das Thema Digitalisierung beschäftige alle Menschen und viele hätten laut Zafoschnig auch Angst vor der digitalen Entwicklung. "Das Ergebnis ihrer Arbeiten wird zur Entmystifizierung dieses Themas beitragen, dafür gebührt ihnen unser Dank", so Zafoschnig.

Univ. Prof. Ralf Terlutter hielt die Laudatien zu den acht Stipendiaten, begrüßt wurden alle Gäste von Markus Bliem, dem Leiter für die strategische Landesentwicklung. Terlutter wies auf die interessanten und bereichernden Abschlussarbeiten hin, die viele Bereiche wie beispielsweise die technische Entwicklung, die Datensicherung oder die Auswirkung der Digitalisierung auf die Wirtschaft und den Einzelnen abdecken. Die Bewertung der achtköpfigen Jury wurde nach bestimmten Kriterien vorgenommen. So musste eine hohe wissenschaftliche Qualität und ein hoher Innovationsgrad ebenso vorhanden sein wie ein Kärnten-Bezug, wie die Auswirkung der Digitalisierung auf unser Land oder die Mitwirkung Kärntens in diesem Bereich.

Die acht Stipendien wurden in drei Kategorien vergeben, insgesamt gab es 18 Einreichungen:

in der Kategorie Bachelor (jeweils 300 Euro)
Komar Ines, BSc
Finsterwalder Kathrin, BA
Jungmann Felix, BSc

in der Kategorie Master (jeweils 600 Euro)
Domes Gernot, BA MA
Pühringer Maximilian Johannes, BSc MSc
Pachatz Veronika, DI BSc Bsc

in der Kategorie Dissertation (jeweils 1500 Euro)
Holzmann Patrick, Bakk. Mag. Dr.
Posch Daniel, Dipl.-Ing. Dr.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LR Zafoschnig
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just