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WIRTSCHAFT

Silicon Alps Cluster übernimmt Präsidentschaft von Silicon Europe

22.11.2018
LHStv.in Schaunig: Südösterreichischer Mikroelektronik-Cluster wächst und stärkt internationale Sichtbarkeit des Standorts - Kärnten baut Stärken weiter aus - Über Bildung, Infrastruktur, Vernetzung


Klagenfurt (LPD). In nur zwei Jahren seines Bestehens ist der kärntnerisch-steierische EBS-Cluster Silicon Alps (EBS =Electronic Based Systems) auf 114 Kooperationspartner mit einem Gesamtumsatz von 15 Milliarden Euro gewachsen. Nun steht ein neuer Meilenstein bevor: 2019 übernimmt Silicon Alps für ein Jahr die Präsidentschaft des europaweiten Netzwerks Silicon Europe, einer Allianz aller Mikroelektronik-Cluster auf europäischer Ebene. "Die Präsidentschaft über diesen Meta-Cluster wird noch mehr Aufmerksamkeit auf Südösterreich im Bereich High Tech bringen", teilte heute, Donnerstag, Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig mit. Silicon Europe hat das Ziel, Europa als weltweit führendes Zentrum für innovative Elektronik- und Softwaretechnologie zu positionieren.

Das Land Kärnten ist über den Wirtschaftsförderungsfonds KWF am Silicon Alps Cluster beteiligt, weitere Partner sind die steirische Wirtschaftsförderung SFG, die Industriellenvereinigung, das BMVIT sowie zahlreiche regional ansässige und global agierende Unternehmen wie Infineon, Intel, NXP, Ortner Reinraum, CISC, LAM Research oder Siemens. Die Kooperationspartner bilden eine strategische Allianz und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationsleistung, die regionale Wertschöpfung und die internationale Sichtbarkeit des Standorts. "Wir wollen zeigen, wie attraktiv wir für Gründungen, Ansiedlungen und internationale Talente sind", betonte Schaunig.

Bei einer Jahresklausur in Graz tauschten sich die Partner gestern über die wichtigsten Themen und die nächste Schritte aus. Ein Fokus liegt auf der Ausbildung und Anwerbung von Fachkräften. "Nur wenn die Gesamtregion international als attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort wahrgenommen wird, können wir auch die Fachkräfte aus dem Ausland anziehen. Dass wir ein High-Tech-Standort mit Top-Forschung und hoher Lebensqualität sind, ist noch zu wenig bekannt", sagt Cluster-Geschäftsführer Günther Lackner.

"Das Land Kärnten richtet die Bildungsförderung schwerpunktmäßig auf aktuelle Bedürfnisse der Wirtschaft aus. Überdies werden Initiativen von Bildungsangeboten für Schülerinnen und Schüler (Edu-Labs, Inspire Labs, etc.), über die Lehre bis hin zum tertiären Bereich, etwa mit Stiftungsprofessuren an der Alpen Adria Universität und der Fachhochschule, forciert. Dies aufgrund der Notwendigkeit die so dringend benötigten Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Mitarbeiter von heute und morgen zugänglich zu machen", sagte Schaunig. Auch für Gründer wurden schon die Weichen gestellt. Das build! Gründerzentrum wurde mit einer klaren Ausrichtung auf die aktuellen Bedürfnisse für Gründer im Bereich Innovation/Digitalisierung neu aufgestellt. "Im Bereich der Infrastruktur investieren wir über die Breitband Initiative Kärnten bis 2023 bis zu 60 Millionen Euro in den Glasfaserausbau", so Schaunig.

Kärnten und die Steiermark seien in einigen Bereichen bereits Europa- oder sogar Weltspitze, erklärte Lackner. Etwa auf den Gebieten Sensorik, Leistungselektronik, Automotive, Mobility oder Internet of Things. "All das sind hochattraktive Nischen, die wir mit dem Silicon Alps Cluster weiter stärken und ausbauen wollen", so Lackner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger