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Landtag 1 - Aktuelle Stunde: Rasche Hilfe für Unwetteropfer

22.11.2018
LH Kaiser, LR Fellner, LR Gruber: Alle von Bund und EU angebotenen Unterstützungsmöglichkeiten werden ausgeschöpft - Gemeinsam soll Leid der Betroffenen gelindert werden


Klagenfurt (LPD). "Rasche Hilfe für Unwetteropfer" war heute, Donnerstag, Thema der Aktuellen Stunde im Rahmen der Sitzung des Kärntner Landtages. "Wer rasch hilft, hilft doppelt", darin war man sich fraktionsübergreifend einig. Persönliche und unternehmerische Existenzen sollten abgesichert werden. Unterstützung versprechen derzeit unter anderen die Hilfe in besonderen Lebenslagen, das Kärntner Nothilfswerk, der Katastrophenfonds des Bundes, ein Förderprogramm des Gemeindereferates sowie entsprechende Abdeckungen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft.

"Das Signal, dass wir gemeinsam alles tun, um das Leid der Menschen zu lindern, ist das wohl Wichtigste, das aus dieser Diskussion hervorgeht", ist sich LH Peter Kaiser sicher. Kein Menschenleben sei verlorengegangen und das hat Gründe: "Wir haben in den vergangenen Jahren wichtige Erfahrungen gemacht und Präventivmaßnahmen gesetzt. Nur dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden", so der Landeshauptmann. Dank sprach er ein weiteres Mal in Richtung aller Einsatzorganisationen aus. "Vom Bund wurde uns finanzielle Abgeltung versprochen sobald die Höhe der Schäden festgestellt werden konnte, und darauf vertraue ich auch", betonte er. Man schöpfe nicht nur alle vorhandenen Mittel aus, sondern biete den Betroffenen auch entsprechende Soforthilfen.

Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner betonte, dass aus Sicht der Betroffenen vor allem rasche Hilfe wichtig sei, deswegen sei das Budget für "Hilfe in besonderen Lebenslagen" sofort auf eine Million Euro aufgestockt worden. Derzeit seien 17 Anträge eingegangen, die Antragsteller werden die Gelder in den nächsten Tagen am Konto haben. Nach Feststellung aller Schäden können sich Betroffene an das Nothilfswerk wenden, um weitere Unterstützung zu erhalten. "Diese Katastrophe hatte noch nie da gewesene Ausmaße, aber auch das von der Landesregierung geschnürte Hilfspaket hat es in einer solchen Form noch nie gegeben", betont Fellner. Auch was die Unterstützung zur Katastrophenbewältigung für Gemeinden angeht, sei man gut aufgestellt: "Bis zu 83 Prozent der Schadenshöhe, mindestens aber 75 Prozent werden durch Ausschöpfung der entsprechenden Fördermittel abgedeckt", rechnet Fellner vor.

Allein 17 Millionen Euro für Sofortmaßnahmen im Infrastrukturbereich wird LR Martin Gruber nach der Unwetterkatastrophe benötigen. 6,2 Millionen sollen im Lesachtal verbaut werden, um die Erreichbarkeit wiederherzustellen. "Wir müssen weiterhin alles tun um den Kärntnerinnen und Kärntner beste und rasche Hilfe zukommen zu lassen. Dazu wird es nicht nur ein Sonderbudget geben müssen, sondern müssen vor allem auch die Mittel des Bundes und der EU ausgeschöpft werden", betonte Gruber und fordert zudem die entsprechende Aufhebung der Kreditsperren im Jahr 2019. "Wir werden die Gemeinden und Betroffenen nicht im Stich lassen", versprach er, und dankte allen die seit der Unwetterkatastrophe im Einsatz stehen um die Schäden zu bewältigen.




Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR Fellner, Büro LR Gruber
Redaktion: Susanne Stirn