News

POLITIK

Euregio "Senza Confini": Am Montag Arbeitssitzung in Klagenfurt

23.11.2018
LH Kaiser: Gemeinsame Projekte sollen spürbareren Mehrwert für Menschen bringen - Entwicklung des Territoriums entlang der Baltisch-Adriatischen Achse eines der wichtigsten Ziele - Weitere Arbeitspunkte sind Digitalisierung, Verkehr und Logistik


Klagenfurt (LPD). Als Euregio-Präsident lädt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser die Vertreter der italienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien und Veneto am kommenden Montag zur "Senza Confini"-Generalversammlung in den Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung nach Klagenfurt. In Vertretung von Regionspräsident Luca Zaia aus dem Veneto wird Assessore Federico Caner an der Sitzung teilnehmen. Aus Friaul-Julisch Venetien wird Präsident Massimiliano Fedriga erwartet.

Kaiser hat seit 1. Juli 2018 den Vorsitz der Euregio "Senza Confini" inne. Auch als EU-Referent nennt er mit Digitalisierung, Verkehr und Logistik einige Themen, die im gemeinsamen Arbeitsprogramm behandelt werden. "Antworten wie beispielsweise auf die Herausforderungen der Globalisierung und des Klimawandels, mit denen unsere Region konfrontiert ist, können nur gemeinsam gefunden werden", unterstreicht Kaiser die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Die Euregio hat sich zum Ziel gesetzt, alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Partnerschaft auszuschöpfen, die dazu beitragen, Innovationen zu fördern und die Lebensbedingungen für die Bürger positiv zu gestalten. Der Europäische Verbund für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) versteht sich dabei als politisches Steuerungsinstrument der drei Regionen zur Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen, die die Grundlage jeder europäischen Integration sind.

Eines der wichtigsten Ziele des EVTZ ist die Entwicklung des Territoriums entlang der Baltisch-Adriatischen Achse als unverzichtbare Verkehrsachse, die unter Einbeziehung der Möglichkeiten, die sich aus der Anbindung an die Adria-Häfen für das gesamte Gebiet der Euregio "Senza Confini" ergeben, die wirtschaftliche Entwicklung und damit den Wohlstand des Gebietes sichert.

Einige Projekte sind bereits im Laufen: Erste Maßnahmen von "Fit4CO" sind der Austausch und das Zusammenwachsen der öffentlichen Verwaltung der drei Europaregionen. Geplant sind Kooperationen zwischen den Fachabteilungen, der Regionen und Länder, den Verwaltungen der Städte und Gemeinden, und von anderen öffentlichen Institutionen.

Im Bereich Bildung und Ausbildung setzt das Projekt "Scet-Net" an. Es ermöglicht Jugendlichen Praktika in den Partnerregionen der Euregio zu absolvieren. Dies stärkt nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern schafft darüber hinaus ein gemeinsames Bewusstsein für die Euregio und deren Mehrwert. Ein entsprechendes Partnerschaftsabkommen zwischen den Wirtschaftskammern der Regionen wird im Rahmen der Generalsversammlung unterzeichnet werden.

Das Projekt "Smartlogi" zielt auf die Verbesserung der operativen und institutionellen Kooperation bei nachhaltigen multimodalen Transportoptionen ab. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Bewältigung zahlreicher administrativer und technologischer Herausforderungen, die derzeit bei der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene hinderlich sind. Das Projekt liefert essentielle Bausteine für die Bestrebungen Kärntens zur Etablierung des Logistikstandortes LCAS Villach-Fürnitz.

Der Gedanke des emotionalen Tourismus wird im Projekt "emotionway" widergespiegelt. Die Inwertsetzung kulturellen und natürlichen Erbes unter Berücksichtigung von Biodiversitätsschwerpunkten und der damit verbundenen Regionalität der angebotenen Lebensmittel ist ein Mehrwert für die gesamte Region und soll daher verstärkt herausgearbeitet werden.

"Dieses bereits genehmigte Gesamtpaket an Projekten vermittelt einen guten Einblick darüber, dass unsere Euregio auf einem guten Weg ist und sich bereits gut positioniert hat. Ein Schwerpunkt der Kärntner Präsidentschaft ist es daher, die Euregio und deren Projekte sichtbar und spürbar zu machen, ‚Fit4Co‘ vollinhaltlich zu unterstützen und die Projekte ‚Scet-Net‘, ‚Smartlogi‘ und ‚Emotionway‘ weiter voranzutreiben", so Kaiser.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Germann/Böhm