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Die Gewinner des Kärntner Landesbaupreises 2018: Biohotel Gralhof und Neues Wohnen an der Glan

04.12.2018
LHStv.in Schaunig: Zwei exemplarische Projekte mit besonders hoher Relevanz für das aktuelle Architektur- und Baugeschehen


Klagenfurt (LPD). Seit 1992 zeichnet das Amt der Kärntner Landesregierung gemeinsam mit dem Architektur Haus Kärnten vorbildliche Bauten in Kärnten aus. Gestern, Montag, übergab LHStv.in Gaby Schaunig im Architektur Haus Kärnten zwei Landesbaupreise für Kärnten. Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch das zweite Architekturstipendium vergeben.

"Die zeitgemäße Gestaltung unserer Wohn, - Arbeits, - und Lebensräume und die Umsetzung einer gelungenen Baukultur leben vom Miteinander und von der stetigen Weiterentwicklung. Der Kärntner Landesbaupreis ist eine ideale Möglichkeit diesen Austausch zu befördern, neue Ideen und Konzepte aufzuwerfen und das Beschreiten innovativer Wege der Bauplanung, - und ausführung zur Diskussion zu stellen," führt die Wohnbaureferentin Schaunig aus.

Aus den elf Projekten, die 2018 zum Landesbaupreis eingereicht wurden, hat die Jury - Architektin Julia Kick (Dornbirn), die Architekten Hannes Sampl (Salzburg), Tobias Hagleitner (Linz), Elias Molitschnig (Kärntner Landesregierung, Abteilung 3) und Erich Fercher (Kärntner Landesregierung, Abteilung 2) - 6 Projekte in die engere Wahl aufgenommen und besichtigt. Zwei Landesbaupreise (Biohotel Gralhof und Neues Wohnen an der Glan) wurden heuer für Bauten vergeben, bei welchen der baukünstlerische Raum, die städtebaulichen Beziehungen, Planung, Funktion, die Verwendung zeitgemäßer Baustoffe und deren Verarbeitung wie auch die sinnvolle Energieverwendung vorbildlich berücksichtigt sind.

Das Biohotel Gralhof, mitten im Naturpark Weissensee, ist ein 520 Jahre junger Bauernhof der Zeitgeist und Tradition lebt, von der Bauausführung bis zur Küche. Weniger ist Mehr - dieser grundsätzliche Leitgedanke hat die Umbauarbeiten des Gralhofs bestimmt und geleitet. Die subtilen und überraschende Raumeffekte wurden vom Büro XBORN Bau Raum Gestaltung aus Graz installiert, unter Leitung von Iuna und Lukas Negenborn.

Zentrales Thema des Projektes "Neues Wohnen an der Glan" war die Entwicklung eines leistbaren Wohnbaues mit neuen Freiraumqualitäten im Übergang zum Grüngürtel. Städtebau-, Architektur-, Wohn- und Freiraumqualität wurden in diesem Projekt mit den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohnern in Einklang gebracht. Verantwortlich für die Planung und Konzeption: Architektin Eva Rubin und Architekt Jürgen Wirnsberger.

"Von der brisanten Thematik des Klimawandels über die Bedeutung des öffentlichen Raums bis zur Gewährleistung bezahlbaren Wohnraums - Bauen und Wohnen sind stetem gesellschaftlichem Wandel unterworfen", so Schaunig und weiter: "Architektur ist Ausdruck dieses Wandels, unseres Selbstverständnisses und der Vorstellung wie wir die Welt, in der wir leben, gestalten möchten. Das Ziel des Preises, Baukultur als maßgebliches Gestaltungselement unseres Alltags ins Bewusstsein zu bringen und außergewöhnliche und vorbildhafte Architektur vor den Vorhang zu holen, ist auch dieses Jahr vollends geglückt", so die Wohnbaureferentin, die nicht nur den Gewinnern herzlich gratulierte, sondern sich auch bei allen anderen Teilnehmern bedankte.

Im Jahr 2018 vergibt das Land Kärnten zum zweiten Mal über Vorschlag einer unabhängigen Fachjury im Bereich Architektur ein Jahresstipendium in der Höhe von 10.500 Euro. Primäres Ziel des Stipendiums ist die Schaffung einer dauerhaften Fördereinrichtung, die in Verbindung mit den bestehenden Baukultureinrichtungen eine nachhaltige Verbindung und Bindung junger Kärntner Architektinnen und Architekten, sowie Architekturstudentinnen und -studenten an Kärnten bewirkt. Aus sieben eingereichten Projekten hat die Jury die Arbeit von Lukas Vejnik prämiert. Er wird in einem Zeitraum von einem Jahr das Projekt "Architektur. Kultur. Landschaft. Nachkriegsmoderne im Alpen-Adria- Raum" eigenständig erarbeiten. Das Architekturstipendium wurde in Vertretung des Landeshauptmannes von LAbg. Herwig Seiser überreicht.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Grollitsch/Stirn
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig