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Regierungssitzung 3: Mit Förderprogramm der Alternativenergie "einheizen"

04.12.2018
LRin Schaar: Alternativenergieförderung 2019/2020 für öffentliche Einrichtungen und gewerbliche Betriebe beschlossen - Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizsystemen ist angesichts der aktuellen Klimaprognosen das Gebot der Stunde


Klagenfurt (LPD). Um bei öffentlichen Einrichtungen, wie Landesverwaltung, Gemeinden, Bildungseinrichtungen sowie Gewerbebetrieben etc. den Umstieg von fossilen (Heizöl und Erdgas) auf erneuerbare Heizsysteme, insbesondere auf Fernwärmeanschlüsse voranzutreiben, wurde die Förderungsrichtlinie "Alternativenergieförderung Kärnten 2019/2020" entwickelt und in der heutigen Regierungssitzung beschlossen. Insgesamt wird für 2019 eine Summe von knapp drei Mio. Euro für diesen speziellen Bereich der Energieförderung bereitgestellt.

"Ziel ist es, Förderanreize für öffentliche Einrichtungen zu schaffen, die beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen", so Umwelt- und Energie-Landesrätin Sara Schaar. "Mit der neu beschlossenen Richtlinie könnte beispielsweise die geplante Erweiterung der bestehenden Photovoltaik-Anlage der HTL 1 Lastenstraße gefördert werden. Laut Direktor Michael Archer könnte damit die Erhöhung der Eigenverbrauchsquote sowie eine deutliche Steigerung des Autarkiegrades der HTL1 erreicht werden."

Weiters sieht das heute beschlossene Zwei-Jahres-Förderprogramm eine Förderung für Gewerbetriebe als Ergänzung der Förderung des KWF (Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds) vor, da dieser die Errichtung von Heizungsanlagen, thermischen Solaranlagen, Fernwärmeanschlüssen, Photovoltaikanlagen und Stromspeichern nur im Rahmen eines Gesamt-Investitionsprojektes fördert.

Aufholbedarf sieht die Umwelt- und Energiereferentin bei der Fernwärme. "Hier konnte die notwendige Steigerung der Anschlüsse nicht erreicht werden. Aus diesem Grund haben wir bei den Fördersätzen nachgebessert und eine Zusatzförderung für den Ersatz fossiler Heizungsanlagen eingeführt", informiert Schaar. So wird der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizungsanlagen künftig mit einer Zusatzförderung von 1.500 Euro unterstützt bzw. bei einem Fernwärmeanschluss der Fördersatz auf 50 Prozent erhöht.

Bei den thermischen Solaranlagen wurde die Förderung pro Quadratmeter Kollektorfläche auf einheitliche 150 Euro angehoben, bei Holzheizungsanlagen pro kW Leistung ebenfalls auf einheitliche 150 Euro. "Ziel ist es, im öffentlichen Bereich bis Ende 2020 alle Ölheizungen durch Holzheizungen oder Fernwärmeanschlüsse zu ersetzen", so Schaar, die betont: "Der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme ist angesichts der Klimaprognosen das Gebot der Stunde. Mit den Anpassungen wollen wir die im Kärntner Energiemasterplan bzw. im nationalen Energie- und Klimaplan vorgesehen Maßnahmen in Bewegung bringen."



Rückfragehinweis: Büro LRin Schaar
Redaktion: Pinter/Stirn