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Regierungssitzung 4: Hospiz und Palliativ - Kärnten setzt ein starkes Zeichen

04.12.2018
LHStv.in Prettner: Ausbildung von rund 1500 mobilen Mitarbeitern zu würdevollen Sterbebegleitern fixiert - Investition von knapp einer Million Euro


Klagenfurt (LPD). "Im heurigen 20. Jubiläumsjahr der Hospizbewegung Kärnten haben wir in der heutigen Regierungssitzung einen bedeutenden Erweiterungsschritt für die Hospiz und Palliativarbeit in unserem Land gesetzt", erklärte Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner. Konkret wird das in Wien erfolgreich erprobte Pilotprojekt der HPC mobil (Hospiz Palliativ Care mobil) in Kärnten übernommen - "und damit werden wir bis 2021 rund 80 Prozent unserer knapp 2000 mobilen Pflegekräfte für Hospizbetreuung sensibilisieren, sie schulen, aus- und weiterbilden", so Prettner. Knapp eine Million Euro stehen dafür zur Verfügung.

Übernommen wird die Ausbildung vom Landesverband von Hospiz- und Palliativeinrichtungen, dem das Rote Kreuz, die Diakonie und die Caritas angehören. Aktuell sind in 32 mobilen Hospizteams rund 300 Hospizbegleiter tätig. Sie haben im Vorjahr 31.200 ehrenamtliche Stunden geleistet und 1.128 Menschen betreut. Die Zahl der zu betreuenden Menschen steigt von Jahr zu Jahr, die durchschnittliche Betreuungsdauer liegt bei neun Monaten bis zu einem Jahr.

Laut Statistik, die heuer von Gesundheitsreferentin Prettner in Auftrag gegeben wurde, sterben rund 50 Prozent der Kärntner in Krankenhäusern, 25 Prozent zu Hause, 15 Prozent in einem Heim, der Rest anderswo. "Schwerkranke Menschen möchten so lange wie möglich zu Hause bleiben. Genau das wollen und werden wir ihnen ermöglichen, auch wenn es sich manchmal nicht vermeiden lässt, dass sie die allerletzten Tage in einem Spital verbringen müssen", betonte Prettner. Dass Kärnten diesen Auftrag sehr ernst nehme, zeige auch ein Blick auf die Zahlen: "Seit 2012 haben wir die Ausgaben für die mobile Palliativarbeit verdreifacht, d. h. von 600.000 Euro auf 1,8 Millionen Euro aufgestockt." Zudem wurde 2017 ein spezialisiertes Hospizteam für Kinder und Jugendliche sowie heuer ein spezialisiertes Hospizteam für Menschen mit Behinderung eingerichtet.

"Der Umgang mit Sterben und Tod ist eine Herausforderung der ganz sensiblen Art. Mit dem heutigen Regierungsbeschluss setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um den Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen", so Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn