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Regierungssitzung 5: Sozialpaket - 5,4 Millionen Euro für 5000 Kärntner in sozialen Krisen

04.12.2018
LHStv.in Prettner schnürte nächstes Sozialpaket: Von Nachbetreuung für Menschen in psychosozialen Krisen über Miniambulatorien bis Pflegekindergeld


Klagenfurt (LPD). 5,4 Millionen Euro ist jenes "Paket" schwer, das heute von LHStv.in Beate Prettner in der Regierungssitzung eingebracht und einstimmig beschlossen wurde. "Ein Herzstück dabei ist die Erhöhung des Pflegekindergeldes", informierte die Sozialreferentin. "Knapp drei Millionen Euro, exakt 2,6 Millionen, werden 2019 für das Pflegekindergeld inklusive so genannter Ausstattungspauschale ausbezahlt." Kärnten finanziert aktuell 324 Pflegekinder und stellt 24 Krisenpflegeplätze zur Verfügung.

"Um den Aufwendungen, die durch die Aufnahme eines Pflegekindes entstehen, möglichst gerecht zu werden, haben wir die Richtsätze für das Jahr 2019 um 2,15 Prozent erhöht. Dieser beträgt für Kinder unter zehn Jahren 525 Euro, für Kinder ab zehn Jahren 563 Euro pro Monat. Um den gleichen Wert wird auch die Ausstattungspauschale auf 401 Euro angehoben", so Prettner. Zudem kommt es in den Monaten Juni und Dezember zu einer Sonderzahlung in der Höhe von jeweils einem Monatsentgelt.

Mit 582.000 Euro wird die pro mente-Nachbetreuung für Menschen in psychosozialen Krisen unterstützt. Im Vorjahr wurden 597 Betroffene in 7.984 Einheiten betreut. Im Vordergrund stehen Einzeltherapien, allerdings werden je nach Bedarf auch Gesprächs- und Freizeitgruppen organisiert. Zugewiesen werden die Klienten vorrangig von psychiatrischen Abteilungen der Krankenhäuser. "Wenn die behandelnden Ärzte davon ausgehen, dass der Patient außerhalb des Krankenhauses nicht ohne stabilisierende Fachbetreuung auskommt, dass also das Risiko eines Rückfalls hoch ist, werden die Betroffenen diesen Nachbetreuungseinrichtungen zugewiesen", erklärte die Sozialreferentin. "Dadurch werden Krankenhausaufenthalte nachweislich verringert. Es tritt eine deutliche Verschiebung vom extramuralen zum intramuralen Bereich ein."

In der Regierungssitzung beschlossen wurde zudem die Förderung der Miniambulatorien St. Veit und Wolfsberg mit 333.530 Euro bzw. mit 268.87 Euro. "In Summe werden von beiden Ambulatorien pro Jahr 2500 risikogeborene oder entwicklungsauffällige Kinder sowie deren Familien behandelt - und zwar in Form von unterschiedlichsten Therapien, von medizinischer Therapie über Ergo- und Physiotherapie bis zu Psychotherapien und Hilfeleistungen im Bereich der Sozialarbeit", erläuterte Prettner.

"Mit den heute beschlossenen Förderungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro kann mehr als 5000 Kärntnern ganz gezielt und individuell von Fachkräften geholfen werden", betonte die Sozialreferentin.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn