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Dank und Anerkennung für ehrenamtliche Funktionäre des Landesschützenverbandes

06.12.2018
Im Zuge des 150jährigen Jubiläums des Landesschützenverbandes ehrte das Land Kärnten zahlreiche ehrenamtliche Funktionäre


Klagenfurt (LPD). Die Landesschützen können auf eine lange Tradition zurückblicken, feiern heuer ihr 150jähriges Bestehen und sind der älteste Sportverband in Kärnten. Als in Kärnten im 10. und 11. Jahrhundert die ersten Städte und Märkte entstanden, regelten Schützenordnungen das Geschehen in den Orten und sorgten für die Sicherheit. Seit dem Jahr 1868 beschränkt sich das Schießwesen in Kärntens 43 Schützenvereinen und ihren 1.100 Mitgliedern auf den sportlichen Wettkampf, möglich nur durch die vielen ehrenamtlichen Funktionäre.

Genau diese wurden heute, Mittwoch, im Spiegelsaal der Landesregierung vor den Vorhang geholt und für ihre langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit geehrt, ebenso wie die Sportschützinnen und -Schützen, die mit ihren Leistungen weit über Kärntens Grenzen hinaus Aufmerksamkeit erregen. Die Ehrungen nahm Landtagspräsident Reinhart Rohr in Vertretung von LH Peter Kaiser, der bei der Plenartagung des Ausschusses der Regionen in Brüssel ist, vor.

Landtagspräsident Rohr begrüßte die Gäste und dankte allen erfolgreichen Schützinnen und Schützen, den Jugendlichen, die sich für den Schießsport interessieren und vor allem den ehrenamtlichen Funktionären. "Sie sind die Basis für das funktionierende Sportleben, für die Erfolge der Sportler. Sie setzen sich in ihrer Freizeit ein und tun etwas für die Gesellschaft. Das wollen wir heute hier im Spiegelsaal der Landesregierung würdigen und ihnen dafür danken", sagte Rohr in seiner Rede vor etwa 250 Gästen. Immerhin zählen die Sportschützen neben den Turnern und Ruderern auch zu den ältesten Verbänden des Landes.

"Der Schützenverband ist der Beweis dafür, dass das Sportland Kärnten aktiv gelebt wird", so Rohr, der auf eine Studie des Bundes hinwies. Demnach ist Kärnten im Bundesländerranking an dritter Stelle in Bezug auf das Verhältnis Einwohner zu aktiven Mitgliedern in Sportvereinen. Für Kärnten bedeutet das, dass über 160.000 Sportlerinnen und Sportler in Vereinen aktiv sind. "An erster Stelle sind Kärntens Vereine aber bei der Nutzung der sportlichen Infrastruktur. Jeder Euro, der von der öffentlichen Hand in die Sportinfrastruktur gesetzt wird, ist gut eingesetzt. Auch die öffentliche Hand lebt das Sportland Kärnten", sagte Rohr.

Der Vizepräsident der Union, Hans Werner Megymorez, erklärte in seiner Rede, dass er noch nie bei einer Feier eines Sportvereines war, der 150 Jahre alt geworden ist und wünschte dem Landesschützenverband weitere erfolgreiche Jahrzehnte.

Einen Rückblick auf die Geschichte des Landesschützenverbandes lieferte der Präsident, Klaus Deiser, in seiner Rede. Deiser dankte dem Sportdirektor, Arno Arthofer, für die Ausrichtung der Feier im Spiegelsaal der Landesregierung, dem Team des Landesschützenverbandes und den Dachverbänden sowie dem Land Kärnten für die Unterstützung. Seit einigen Jahren besteht ja das Sportschießleistungszentrum in St. Veit. "Es ist unsere Aufgabe, den Schützensport zu pflegen, zu fördern und die Schützentradition fortzuführen. Kärntens Sportschützen sind mit ihren Leistungen ebenbürtig den anderen, größeren Bundesländern", so Deiser, der auch darauf hinwies, dass der Schießsport als solcher immer mit seinem Stand in der Bevölkerung zu kämpfen habe.

"Aber unsere Sportler beweisen sich mit hervorragenden Leistungen. Weltrekordhalter, Olympiateilnehmer, Europameister, Staatsmeister - diese Titel bringen unsere Sportler in die Heimat", erklärte Deiser und nannte unter anderen Weltrekordhalter Lothar Heinrich vom SV Klagenfurt, der 1984 und 1988 bei den Olympischen Spielen teilgenommen hat und über 40 Staatsmeistertitel erringen konnte. Heinrich war wie auch Lotte Marschnig, die Vizeweltmeisterin in der Armbrust und WM-Dritte im Luftgewehr, bei der Ehrung im Spiegelsaal anwesend. Als erfolgreichsten aktiven Sportschützen erwähnte Deiser Alois Fink vom Landespolizeisportverein, der Juniorenweltmeister, Europameister und Nachwuchstrainer in der Österreichischen Bundesliga der Sportschützen ist und war.



Rückfragehinweis: Landessportdirektion
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just


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