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Jugendliche vertreten ihre Standpunkte: Kärntner Schülerlandtag tagte in Klagenfurt

10.12.2018
LH Kaiser bei Sitzung des Schülerparlaments im Landtag - Jugendliche debattierten über schulrelevante Themen und beschlossen eine Reihe von Anträgen - Landtagsabgeordnete diskutieren ab Mittwoch über das neue Landesbudget


Klagenfurt (LPD). Im Sitzungssaal des Kärntner Landtags nahmen heute, Montag, engagierte Schülervertreterinnen und Schülervertreter Platz, um über zahlreiche schulrelevante Themen zu debattieren. Mit der neuen Landesverfassung ist der Schülerlandtag zweimal jährlich fix verankert und verfügt zudem über gestärkte Rechte. So werden die vom Schülerparlament beschlossenen Anträge an die zuständigen Landtagsausschüsse weitergeleitet und dort verbindlich behandelt.

Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser lobte bei seiner Begrüßung das demokratische Engagement der Schülerinnen und Schüler und ihren Willen, die Zukunft des Landes aktiv mitgestalten zu wollen. "Ich freue mich immer, wenn ich junge Menschen sehe, die bereits sehr früh bereit sind, zusätzlich Verantwortung für ihre Interessensgruppe zu übernehmen. Es ist nicht selbstverständlich, Positionen gegenüber Autoritäten zu vertreten", so Kaiser. Der Landeshauptmann sah in den gestellten Anträgen der Delegierten ein "sehr breites Spektrum an gesellschaftspolitischen Problemen, die hier behandelt werden". Man werde nicht alle Forderungen der Delegierten sofort und zu 100 Prozent umsetzen können. "Aber sie sollen sich sicher sein, dass es das Bemühen der Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger der Kärntner Landespolitik ist, ihre Anträge in möglichst positiver Form umzusetzen", so Kaiser zu den Schülervertreterinnen und Schülervertretern.

Landtagspräsident Reinhart Rohr begrüßte die Schülerinnen und Schüler "mit großer Freude" im Hohen Haus. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, dass die Schülerparlamente zweimal im Jahr im Kärntner Landtag tagen und dass dies nunmehr die Geschäftsordnung des Landtags auch so vorsehe. "Alle eure Anträge, die ihr heute in Verhandlung nehmt, werden dem jeweiligen zuständigen Landtagsausschuss zugeteilt und dort verbindlich behandelt. Eure Arbeit fließt somit in das Geschehen des Kärntner Landtages mit ein", erklärte Rohr die Neuerung seit der aktuellen Legislaturperiode.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair bedankte sich als Vertreter des Kärntner Schulwesens dafür, dass es möglich sei, im Hohen Haus das Schulparlament durchzuführen. "Es freut mich ganz besonders, dass Kärnten im Bereich der Politischen Bildung eine Vorreiterrolle übernimmt", so Klinglmair, der auf die kommenden EU-Wahlen hinwies. "Viele unserer Gesetze werden von der Europäischen Union gemacht. Daher bitte ich sie, sich anzusehen, wie europäische Politik funktioniert, damit die Stimme Österreichs auch durch sie über die Grenzen hinaus gehört wird", so Klinglmair.

Die jungen Delegierten bekamen zudem die Möglichkeit, von Vertretern der Landtagsfraktionen - den Landtagsabgeordneten Stefan Sandrieser, Christoph Staudacher, Herbert Gaggl und Hartmut Prasch - Antworten auf ihre Fragen zu aktuellen Bildungsthemen zu bekommen. Unter den insgesamt 14 Anträgen der Schülerinnen und Schüler befanden sich unter anderen die Forderungen nach einer gesunden und regionalen Bio-Jause, einer Neuregelung des Rauchverbotes oder nach freien Lehrlingsfahrten auch für über 24-jährige. Den Vorsitz des Schülerlandtages führte BMHS-Landesschulsprecherin Julia Gruber.

Ab Mittwoch werden die Sitzplätze im Kärntner Landtag wieder von den Abgeordneten eingenommen: In einer dreitägigen Sitzung diskutieren die Fraktionen bis Freitag über das Landesbudget 2019.




Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Just