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Neuer Anlauf für Lösung im Kärntner Bienenstreit

14.12.2018
LR Gruber bringt Landesverband für Bienenzucht und Landesverband für zukunfts- und erwerbsorientierte Imkerei zurück an Gesprächstisch - Bekenntnis zur Ausarbeitung eines gemeinsamen Lösungsvorschlags


Klagenfurt (LPD). Seit geraumer Zeit sind die Fronten verhärtet zwischen dem Landesverband für Bienenzucht und dem Landesverband für zukunfts- und erwerbsorientierte Imkerei. Grund ist das Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz, das die Carnica-Biene schützt und im Sommer 2019 vollzogen werden muss, weil die Übergangsfrist für die Haltung anderer Bienen abgelaufen ist. Agrarlandesrat Martin Gruber ist es nun gelungen, beide Gruppen wieder an den Verhandlungstisch zu holen. "Mein oberstes Ziel ist der Schutz der Bienen, weil sie unverzichtbar sind für unser Ökosystem. Dieser Streit schadet beiden Gruppen und schlussendlich auch der Landwirtschaft. Damit muss Schluss sein", so Gruber. Er hat sich deshalb heute, Freitag, mit Vertretern des Landesverbands für Bienenzucht, des Landesverbands für zukunfts- und erwerbsorientierte Imkerei und des Vereins "Lavanttaler Carnica Biene" getroffen.

"Wir haben heute einen neuen Anlauf für eine Lösung in diesem Bienenstreit gestartet", so Gruber. Das Gesprächsklima sei konstruktiv gewesen, betonte der Agrarreferent. Alle Beteiligten haben sich darauf verständigt, gemeinsam bis Anfang 2019 einen praktikablen Lösungsvorschlag auszuarbeiten, der sowohl den Schutz der Carnica-Biene gewährleistet als auch einen Kompromiss für die Erwerbsimker ermöglicht. "Für mich ist es wichtig, dass sich die beiden Fraktionen unter den Imkern einigen. Dann bin auch ich als zuständiger Referent bereit, die dafür notwendigen Schritte zu setzen."

Arno Kronhofer, Obmann des Landesverbands für Bienenzucht, Franz Offner, Obmann des Landesverbands für zukunfts- und erwerbsorientierte Imkerei, und Werner Pachler, Obmann des Vereins "Lavanttaler Carnica Biene", signalisierten nach dem Termin ihre Kooperationsbereitschaft. "Wir sind bereit, konstruktiv an einer Lösung für alle Imker mitzuarbeiten", sagte Arno Kronhofer. Franz Offner äußerte Erleichterung über die wieder gestarteten Gespräche: "Ich bin sehr froh, dass sich Landesrat Gruber für einen Kompromiss einsetzt und danke allen für ihre Dialogbereitschaft." Er sei positiv überrascht, betonte auch Werner Pachler: "Es war mein jahrelanger Wunsch, dass zum Wohle der Bienen Frieden einkehrt. Mit dem heutigen Termin ist das greifbar." Bis Jänner soll der Kompromissvorschlag stehen und damit endlich ein Schlussstrich unter den jahrelangen Bienenstreit gezogen werden.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Gruber