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Feuerspektakel mit Nebenwirkungen: Stress für Mensch und Tier

28.12.2018
Umwelt-Landesrätin Schaar ruft mit Abteilung Umwelt, Energie und Naturschutz zum sparsamen Umgang mit Pyrotechnik zu Silvester auf, um Mensch, Tier und Natur zu schonen


Klagenfurt (LPD). Alle Jahre wieder werden zu Silvester Raketen und Böller verwendet, um das neue Jahr farbenfroh und laut zu begrüßen. "Der Einsatz von Feuerwerken hat aber seinen Preis - und zwar in Form von schädlichen Einflüssen auf Mensch, Tier und Natur", betonte heute, Freitag, Umwelt-Landesrätin Sara Schaar. Sie appellierte an die Kärntnerinnen und Kärntner bei der Verwendung von Knallern bzw. von Raketen Zurückhaltung zu üben und auf die Mitbürgerinnen und Mitbürger, vor allem ältere Menschen, Kleinkinder, aber auch Wild- und Haustiere, Rücksicht zu nehmen.

"Es muss nicht immer ein Feuerwerk sein - eine umweltgerechte Alternative sind beispielsweise Licht- und Lasershows. In diesem Sinne wünsche ich allen Kärntnerinnen und Kärntner einen guten und nachhaltigen Rutsch ins neue Jahr und alles Gute, vor allem Gesundheit, für 2019", so Schaar.

I N F O: Rauch, Ruß & Feinstaub: Wussten Sie, dass zu Silvester …der Grenzwert von Feinstaub (PM 10) an fast allen städtischen Messstellen um das zehn- bis 15-fache überschritten wird? Das schafft nicht einmal der Straßenverkehr?
…je nach Lage und meteorologischen Bedingungen die Feuerwerke für bis zu acht Feinstaubtage verantwortlich sind?

Schwermetalle & Müll: Wussten Sie, dass …die Explosion eines Feuerwerkskörpers auch gefährliche Schwermetalle freisetzt?
…es sich dabei u. a. um Strontium, Arsen, Blei, Selen oder Caesium handelt?
…abgebrannte Knallkörper, Böller und Feuerwerksraketen Tonnen an Müll (Papier, Karton-, Holz- und Plastikteile) verursachen?
…diese "Überbleibsel" in freier Natur über die Nahrungsaufnahme für das Wild und für Tiere in der Landwirtschaft eine erhebliche Gefahr darstellen?

Stress für Mensch und Tier: Wussten Sie, dass …Feuerwerkskörper einen Schallpegel von bis zu 170 dB erreichen?
…zum Vergleich ein Düsentriebwerk in 25 Meter Entfernung etwa 140 dB erzeugt?
…vor allem ältere Menschen, Kleinkinder sowie Wild- und Haustiere bei diesem Lärm extrem leiden?
…Tiere bei lautem Knall zu ängstlichem Verkriechen oder panischem Fluchtverhalten neigen?

Ärzte und Feuerwehr im Dauereinsatz: Wussten Sie, dass …für rund tausend Österreicher der pyrotechnische Silvesterspaß im Krankenhaus endet?
…darunter rund 200 Kinder und Jugendliche sind?
…die häufigsten Verletzungen Augen, Ohren und Hände betreffen?
…Feuerwerksblindgänger für zahlreiche Brände verantwortlich sind?

Alternative zum Feuerwerk: Wussten Sie, dass …die Faszination bunter Farben am Nachthimmel nicht immer ein Feuerwerk sein muss?
…es sehenswerte Alternativen in Form von Licht- und Lasershows gibt?
…mit Musik untermalte Lichteffekte das Publikum genauso in den Bann ziehen wie ein Feuerwerk?
…es schon Städte gibt, die auf Lichtshows statt auf Feuerwerke setzen? Ganz ohne Lärm, Rauch, Ruß, Feinstaub, Schwermetallpartikel und Müll.



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar, Abteilung 8 Umwelt, Energie und Naturschutz
Redaktion: Pinter/Zeitlinger