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WIRTSCHAFT

Digitalisierung und Fachkräfte als heiße Eisen beim Branchentreff

15.01.2019
LHStv.in Gaby Schaunig diskutierte bei Wintertagung des Güteverbands Transportbeton über neue Vernetzungsmöglichkeiten


Klagenfurt (LPD). Als Lieferant eines der grundlegenden "Rohstoffe" ist die Sparte Transportbeton ein wichtiger Frühindikator für die Situation in der Bauwirtschaft. Bei der Wintertagung des Güteverbands Transportbeton, die heuer in Kärnten stattfindet, war unter anderem der Aufschwung des Bundeslandes Thema, an dem die rege Bautätigkeit auch dank öffentlicher Aufträge starken Anteil hatte. Lag Kärnten vor fünf Jahren beim Verbrauch von Transportbeton noch rund 20 Prozent unter dem Österreichschnitt, so liegt es mittlerweile drei Prozent über dem Schnitt.

Wohnbaureferentin LHStv.in Schaunig diskutierte bei der Tagung mit Vertretern der Branche, Experten und Praktikern über die Herausforderungen am Bau und die möglichen Antworten. Sie dankte den treibenden Kräften im Güteverband für die ausgezeichnete Zusammenarbeit im Rahmen der Kärntner Baugipfel. Horst Anhell, Leiter der Landesgruppe Kärnten/Osttirol im Güteverband war einer der Initiatoren und Gründerväter der Gipfeltreffen, die seit 2014 halbjährlich stattfinden und konkrete Ergebnisse wie beispielsweise das österreichweit vorbildhafte Kärntner Bestbieterprinzip brachten.

Heiße Eisen der Tagung waren unter anderem Digitalisierung und Fachkräfteausbildung. Für Digitalisierung in der Baubranche gibt es bereits Strukturen, konkret genannt wurde das Building Information Modeling (BIM), bei dem Bauprojekte von der Planungsphase bis zur Ausführung in einem digitalen Gebäudemodell abgebildet werden. Vorläufig wird aber BIM kaum eingesetzt. "Dabei erleichtert es die Vernetzung der Schnittstellen, bringt transparentere Informationen und damit auch eine Kostenersparnis", zeigte sich Schaunig in der Diskussion überzeugt, dass sich das Modell durchsetzen werde.

Das Schlagwort Digitalisierung zog sich auch durch die Diskussion zum Thema Fachkräfte am Bau, da im Zuge der Digitalisierung auch neue Qualifikationen gefragt seien. Die Berufsbilder würden sich ändern, dies müsse auch kommuniziert werden. Notwendig werde es jedenfalls sein, das Image der Bauberufe zu heben, waren sich die Teilnehmer einig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger