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Regierungssitzung 2 - Kärnten setzt auf klimafreundliche Energie

15.01.2019
Umwelt-Landesrätin Schaar: Förderungen für Biomasse-Fernwärme in Villach und Klagenfurt beschlossen - Beide Städte bestreiten mit Biomasse-Fernwärme ökologisch nachhaltigen Weg - Land Kärnten fördert Investitionen in CO2-neutrale Fernwärme


Klagenfurt (LPD). Auf dem "richtigen Holzweg" befindet sich Kärnten bei der klimafreundlichen Wärmeversorgung. "Grünes Licht" gab es in der Regierungssitzung heute, Dienstag, für zwei Fernwärme-Errichtungsförderungen. "Klagenfurt und Villach bestreiten bei der Biomasse-Fernwärmeversorgung einen klimafreundlichen Weg, den wir vonseiten des Landes unterstützen", betonte Umwelt-Landesrätin Sara Schaar, nach der Sitzung.

In Villach schreitet der Fernwärmenetzausbau zügig voran: So wurden zwischen 2012 und 2017 von der KELAG Energie & Wärme GmbH insgesamt sieben Millionen Euro in den Ausbau des Fernwärmenetzes investiert. "Die Trasse wurde um 26.000 Meter verlängert und es wurden zusätzliche 146 Abnehmer an das Fernwärmenetz angeschlossen", informierte die Landesrätin. In Summe konnten durch das Netzausbau-Projekt 18.900 MWh pro Jahr an fossiler Energie durch erneuerbare Energie bzw. Abwärme ersetzt werden. Das Land Kärnten unterstützt die Investition mit 429.209 Euro.

Auch Klagenfurt setzt weiterhin auf Biomasse-Fernwärme. So wird in Klagenfurt Nord vom Regionalwärmeverbund KLU-Maria Saal ein biogenes Abwärmenetz mit einer Länge von 5.000 Metern verwirklicht. "Durch dieses Fernwärmenetz werden jährlich 1.320 Tonnen Heizöl durch Abwärme aus einer mit Biomasse betrieben Kraftwärmekopplung ersetzt. Diese Wärme wird aus der Fernwärmeleitung Liebenfels-Klagenfurt ausgekoppelt und vorerst an zwölf Abnehmer mit einem Jahreswärmebedarf von 9.952 MWh verkauft", so Schaar. Die Fertigstellung des Projektes mit einem Investitionsvolumen von knapp 2,6 Mio. Euro in der ersten Ausbaustufe ist für Ende 2019 geplant. Das Land Kärnten fördert die Investition mit 259.698 Euro, eine zweite Ausbaustufe bzw. der weitere Ausbau des Wärmnetzes ist geplant.

Schaar: "Kärnten ist beim Ausbau der Nah- und Fernwärmeversorgung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf einem sehr guten Weg. Fernwärme ist sicher, sauber und zukunftsfähig. Durch den Ersatz vieler einzelner Feuerungsanlagen durch eine zentrale, professionell betriebene Wärmeanlage wird die Umwelt entlastet. Damit tragen wir zur Verringerung der Luftbelastung und damit zur Verbesserung der Lebensqualität in Kärnten und zur Erreichung der Klimaziele bei."



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar
Redaktion: Pinter/Zeitlinger