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Regierungssitzung 3 - Kärnten bei Abfall- und Altstoffbewirtschaftung auf sehr gutem Weg

15.01.2019
LR.in Schaar präsentierte Abfallwirtschaftsbericht 2018: Gemischter Siedlungsabfall leicht reduziert - Vermeidungs- und Verwertungsmaßnahmen wichtig


Klagenfurt (LPD). Das Bundesland Kärnten ist in der Abfall- und Altstoffbewirtschaftung auf einem sehr guten Weg. Das zeigen die Zahlen des aktuellen Kärntner Abfallwirtschaftsberichtes 2018, den die zuständige Landesrätin Sara Schaar heute, Dienstag, in der Regierungssitzung präsentierte. "Vermeidung vor Verwertung vor Behandlung - so lauten die abfallwirtschaftlichen Grundsätze, mit denen Kärnten einen vorbildlichen Weg eingeschlagen hat", so Schaar. So sei es gelungen, die Mengen beim gemischten Siedlungsabfall (Rest- und Sperrmüll) in den letzten Jahren weiter leicht zu reduzieren - auf knapp über 196,7 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, so die Landesrätin.

Die Infrastruktur für Abfallsammlung und Behandlung basiert in Kärnten auf vier Säulen: Säule eins betrifft die Sammlung ab Haus. Schaar: "Die Sammelquote für Papier, Kunststoff- und Glasverpackung oder biogene Abfälle ist in Kärnten traditionell sehr hoch: Pro Kopf wurden 2017 in Kärnten 73 kg Papier, 26 kg Glas, 15 kg Kunststoffverpackungen, 13 kg Metalle und 51 kg Biogene und Grünabfälle gesammelt." Säule zwei betrifft die dezentralen Sammelinseln und Säule drei die rund 80 Alt- und Problemstoffsammelzentren in den Gemeinden. "Diese werden in den kommenden Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen, da hier eine sortenreine Übernahme der Altstoffe möglich ist, was eine bestmögliche stoffliche Verwertung gewährleistet. Damit sollten auch die Gebührenhaushalte der Gemeinden dementsprechend entlastet werden können", ist Schaar überzeugt.

Die vierte Säule ist die moderne Restmüll-Verbrennungsanlage in der Gemeinde Arnoldstein, die seit September 2004 in Betrieb ist. "Neben der technisch bestmöglichen Restmüllbehandlung wird neben Strom vor allem Fernwärme erzeugt und seit kurzem bis nach Villach geliefert. Die damit verbundene Reduktion von Einzelheizanlagen führt zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität", so die Umweltreferentin, die bei der zukünftigen Ausrichtung einer modernen Abfallwirtschaft auf die immer knapper und wertvoller werdenden nicht regenerativen Rohstoffe dieser Erde verweist. "Vermeidungs- und Verwertungsmaßnahmen werden noch wichtiger. Die Alt- bzw. Wertstoffsammelzentren in Kärnten werden laufend optimiert und ausgebaut", so Schaar. Um in Zukunft noch effizienter zu werden, soll die gemeindeübergreifende, interkommunale Zusammenarbeit bei den Altstoffsammelzentren weiter verstärkt werden: "Mit Gemeindereferent LR Daniel Fellner habe ich da auch einen kongenialen Partner an meiner Seite", sagte die Referentin.

Zu den aktuellen Themen Kunststoffabfälle, Plastiksackerl und Mikroplastik hält Schaar fest: "Die Kärntnerinnen und Kärntner greifen bereits heute vielfach zu wiederverwendbaren Tragtaschen aus Stoff, zum Einkaufskorb oder Rucksack, um ihre eingekauften Waren darin - ohne zusätzliches Plastiksackerl - zu verstauen und zu transportieren. Dieser Trend ist weiter im Steigen begriffen." Weiters unterstützt und forciert Kärnten die Einführung von Bio-Kreislauf-Sackerln aus nachwachsenden Rohstoffen, die biologisch abgebaut werden, ungiftig sind und aus denen Kompost erzeugt werden kann, so Schaar.

Das Plastiksackerl-Verbot sei vom Aufkommen her mehr eine Maßnahme mit Symbolcharakter. "Vielmehr geht es um das Vermeiden und Ersetzen von unnötigen Kunststoffverpackungen in der Lebensmittelindustrie und im Handel sowie einer Steigerung des Kunststoffrecyclings", meinte Schaar. Ebenso setzt sich Kärnten vehement für die Verbannung von Mikroplastik aus Produkten wie Hygieneartikel, Reinigungsmittel, Kosmetika etc. ein. Zusätzlich sollen Schwerpunkte bei Aufklärung, Information und bewusstseinsbildenden Maßnahmen in den Haushalten und Bildungseinrichtungen durch den Einsatz von Abfallberatern in den Abfallwirtschaftsverbänden gesetzt werden, so Schaar.



Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Spitzer/Pinter/Böhm