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WIRTSCHAFT

Regierungssitzung 9: Tourismusland Kärnten sichert weltweite Vorreiterrolle als Slow-Food Destination

15.01.2019
LR Zafoschnig und LR Gruber nutzen Chancen aus Vernetzung von Tourismus und Landwirtschaft und investieren 400.000 Euro - Verein "Gut.Sauber.Fair - Slow Food Kärnten" entwickelt weltweit ersten Maßnahmenkatalog für Slow Food Villages


Klagenfurt (LPD). Authentische, heimische Kulinarik und die regionale Küche eines Reisezieles spielen bei der Urlaubsentscheidung eine immer wesentlichere Rolle. "Auf diesen Trend haben wir in Kärnten frühzeitig reagiert und mit dem Slow-Food Pilotprojekt im Lesachtal/Gailtal weltweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Kärnten ist die 1. Slow Food Travel Destination, die die heimische Kulinarik als touristisches Leitprodukt entwickelt und für Gäste begehrte Erlebnisangebote schafft. Diese Stärke stärken wir weiter und investieren nachhaltig in die Erlebbarkeit der Kärntner Kulinarik für Gäste und Einheimische", so Tourismuslandesrat Ulrich Zafoschnig heute, Dienstag, anlässlich einer Sitzung der Kärntner Landesregierung.

Beschlossen wurden heute 400.000 Euro aus dem Tourismus- und dem Agrarreferat für die Weiterentwicklung der Slow-Food Initiative in Kärnten. "Unser Ziel ist es, die Chancen, die sich aus der Vernetzung von Landwirtschaft und Tourismus ergeben, bestmöglich zu nutzen und damit auch die klein strukturierte bäuerliche Landwirtschaft in Kärnten zu stärken", hebt Agrarlandesrat Martin Gruber hervor. "Mit dem Genussland Kärnten als Partner auch im Projekt Slow Food haben wir in Kärnten zwei starke Säulen für sichere, hochwertige, heimische Produkte und spannen den Bogen vom Produzenten bis zum Tourismus", so Gruber.

Zehn neue Slow-Villages sollen mit den Investitionen in Kärnten entstehen. "Mit den neuen Slow Food Villages werden Kärntens Dörfer durch Spezialisierung und Inszenierung zu einem erhaltenswertem kulturellen Erbe", so Zafoschnig. Der Verein Gut.Sauber.Fair - Slow Food Kärnten arbeite derzeit neben der Entwicklung von Slow-Food Villages auch an dem österreichweit ersten Slow-Food Handlungsleitfaden. Dieser werde beispielhaft für die österreichischen Regionen sein.

Kärntner Kulinarik zum touristischen Leitprodukt zu entwickeln, entspreche der Kärntner Landestourismusstrategie mit dem Schwerpunkt "Alpen-Adria-Kultur Genuss Kärnten" sowie dem Kärntner Regierungsprogramm 2018-2023. "Mit den heute beschlossenen Investitionsmitteln aus Tourismus und Landwirtschaft setzen wir unser gemeinsames Bekenntnis zur Kärntner Kulinarik in die Tat um und holen die hervorragenden regionalen Produkte vor den Vorhang", so Zafoschnig.

Mit der Weiterentwicklung und Umsetzung der Slow-Food Bewegung in Kärnten "integrieren wir Kulinarik unmittelbar in die Destinationsentwicklung und signalisieren unseren vielen Lebensmittelproduzentinnen und -Produzenten, wie wertvoll ihre Lebensmittel für die regionale Wertschöpfung sind. Slow Food soll in Kärnten gleichzeitig zur Erhaltung des traditionellen Lebensmittelhandwerks beitragen und die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe weiter stärken", schließt Zafoschnig.


Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig/LR Gruber
Redaktion: Miriam Hetzl