News

LOKAL

AUA - Scharfer Protest von LH Kaiser an Zentralisierungsplänen

17.01.2019
Fordert Gipfel mit Sozialpartnern unter Einbeziehung betroffener Bundesländer, um Klarheit zu schaffen - BM Hofer ebenso gefordert - "AUA soll Arbeits- und Standortvernichtungs-Beschlüsse überdenken!"


Klagenfurt (LPD). Scharfe Kritik übt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, aktuell auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, an den heute, Donnerstag, präsentierten Plänen der Austrian Airlines, die in einem ersten Schritt den Abzug von Flugzeugen samt Personal von den Bundesländerflughäfen Klagenfurt, Salzburg, Linz, Innsbruck, Graz sowie Altenrhein (D) beschlossen hat.

"Das kommt einem Wegfall an Arbeitsplätzen und einem schweren Schlag gegen die betroffenen Standort-Bundesländer gleich", verweist Kaiser auf unmittelbar 210 betroffene Bord-Mitarbeiter, davon über 30 in Kärnten. Das "Angebot", dass betroffene Mitarbeiter, die Familien und Lebensmittelschwerpunkt in den Bundesländern haben, ja nach Wien übersiedeln könnten, sei lebensfremd und komme einer Erpressung gleich. "Ganz zu schweigen davon, was das für die betroffenen Bundesländer und Regionalflughäfen bedeutet. Kaiser sieht seine dringende Gesprächsaufforderung, die er angesichts der Flugplanausdünnung seitens der AUA am Flughafen Klagenfurt, bereits an den AUA-Vorstand gerichtet hat, dramatisch bestätigt. "Offenbar reichen die Pläne der AUA und ihrer Muttergesellschaft Lufthansa ja noch viel weiter. Experten zufolge sollen wohl sämtliche Inlandsflüge der AUA gestrichen und damit die Regionalflughäfen scheibchenweise von der Bundeshauptstadt abgekoppelt werden", so Kaiser.

Der Kärntner Landeshauptmann fordert die AUA auf, ihre heute präsentierten Arbeits- und Standortvernichtungs-Beschlüsse zu überdenken. "Jedenfalls haben die betroffenen Mitarbeiter, Flughäfen, ihre Eigentümer und Bundesländer sofortige Klarheit zu erhalten. Daher fordere ich, ebenso wie die Gewerkschaft, die unverzügliche Einberufung eines entsprechenden Gipfels mit allen Betroffenen, auch mit den Sozialpartnern. Und ich erwarte die volle Unterstützung der Bundesregierung, insbesondere von Verkehrs- und Infrastrukturminister Norbert Hofer. Es kann und darf nicht sein, dass Unternehmen wie die AUA von der Politik immer wieder Unterstützung einfordern, diese dann auch beispielsweise in Form der Halbierung der Ticketsteuer bekommen, und im Gegenzug Arbeitsplätze vernichten und regionale Wirtschaftsstandorte massiv gefährden", macht Kaiser deutlich.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Stirn