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Landtag 2 - Rotes Kreuz: Land und Gemeinden zeigen, wie Wertschätzung geht

31.01.2019
LHStv.in Prettner: Rettungsbeitrag für Rotes Kreuz steigt seit Jahren überproportional - seit 1995 Versechsfachung - Bundesregierung über neue "Österreich-Krankenkasse" zu Nachbesserungen bei Tarifen aufgefordert


Klagenfurt (LPD). Eine "in Zahlen gegossene Wertschätzung" legte heute, Donnerstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner in der Aktuellen Stunde des Kärntner Landtages zum Thema "Rotes Kreuz" vor: Die Kurve der Landesförderungen zeige steil nach oben - "der Anstieg des Rettungsbeitrages, der vom Land Kärnten gemeinsam mit den Kärntner Gemeinden an das Rote Kreuz fließt, hat sich seit 1995 de facto versechsfacht", informierte Prettner.

Kärnten könne stolz auf ein Hilfs- und Rettungswesen sein, das lückenlos funktioniere, so Prettner. Rund 300.000 Einsätze würden die Kärntner Rettungsdienste pro Jahr verzeichnen. "Was die insgesamt 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten, ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen. Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen, meinen Respekt an alle Organisationen zu richten. Es sind das neben dem Roten Kreuz die Bergrettung, der Samariterbund, die Wasserrettung, die Johanniter, die Höhlenrettung und die Rettungshundebrigade. Sie alle zusammen bieten uns - und damit meine ich jedem einzelnen von uns - ein Sicherheits- und Rettungsnetz. Selbstlos, oft auch sich selbst in Gefahr bringend, rücken sie aus, wenn Not und Gefahr an Mann und Frau ist. Wenn es gilt, Menschen aus riskanten und brisanten Situationen zu retten."

Die Referentin verwies auch darauf, dass sie für kleinere Rettungsorganisationen zusätzlich einen Sonderfördertopf installiert habe: "Er ist mit 300.000 Euro gefüllt und kann für notwendige Investitionen in Anspruch genommen werden", betonte Prettner. Und sie fügte hinzu: "Meine Politik ist getragen von einer sozialen Grundhaltung, die mir zum einen ein Herzensbedürfnis ist und zum anderen einer solidarischen Verantwortung geschuldet ist."

Eben diese solidarische Verantwortung forderte Prettner "auch von anderen, insbesondere von der Bundesregierung" ein: "Die Bundesregierung gibt ja vor, mit der Sozialversicherungsreform eine bundesweite Leistungsharmonisierung umzusetzen. Ich denke: Das Rote Kreuz kann und sollte die erste Nagelprobe dafür sein." Laut Prettner sei es das mindeste, dass den Rettungsdiensten seitens der Sozialversicherungsträger ein fairer Tarif gezahlt werde. "Leistung ist zu honorieren. Genau das ist der Spruch der Bundesregierung. Sie soll dazu auch dann stehen, wenn sie ihren ‚Spruch‘ in Zahlen gießen muss", so Prettner. Das Land Kärnten und seine Gemeinden würden jedenfalls zeigen, "wie ein fairer Beitrag geht: Wir leben gerechte und verantwortungsvolle Sozialpolitik."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm