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Tempo-140-Pläne konterkarieren Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität

31.01.2019
Umwelt-Landesrätin Sara Schaar: Tempo-140-Pläne konterkarieren Maßnahmenpakete, die gerade erst zu einem Rückgang bei Feinstaub und Stickoxiden im Klagenfurter Becken und im Lavanttal und damit zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Menschen geführt haben


Klagenfurt (LPD). Kärntens Umwelt-Landesrätin Sara Schaar warnt heute, Donnerstag, erneut vor einer Ausweitung der Teststrecken für Tempo 140 auf Kärntens Autobahnen. "Gerade erst konnten wir über die positiven Auswirkungen der umfassenden Maßnahmenpakete zur Luftgüte-Verbesserung in unserem Bundesland berichten, die zur Folge haben, dass das Klagenfurter Becken und das Lavanttal nicht mehr zu den so genannten belasteten Gebieten in Österreich gehören. Dadurch fallen die bisherigen Verschärfungen bei Genehmigungsverfahren weg, was für die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Regionen äußerst positiv ist."

Durch die getroffenen Maßnahmen in den Bereichen Verkehr und Hausbrand konnten die europäischen und österreichischen Grenzwerte bei Stickoxiden und Feinstaub in den letzten Jahren eingehalten werden. "Das führte und führt zu einer Steigerung der Lebensqualität und der Gesundheit der betroffenen Menschen. Bedauerlicherweise möchten einige Unbelehrbare diese Erfolge sofort wieder mit Füßen treten", findet Schaar klare Worte.

Gerade im Klagenfurter Becken und im Lavanttal gibt es zudem ungünstige, topografische und meteorologische Parameter, wie die Kessellagen und die zum Teil äußerst stabilen Inversionswetterlagen, insbesondere in den Wintermonaten. "Unter diesen Bedingungen ist es enorm wichtig, die Maßnahmenpakete - vom Verkehrsmanagement über die laufende Optimierung des Öffentlichen Verkehrs bis hin zur Förderung von Fernwärmeanschlüssen - fortzuführen und hier - auch im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele - weiter am Ball zu bleiben."

Angesichts der jüngsten Zahlen des Umweltbundesamtes betreffend der Treibhausgas-Emissionen in Österreich gäbe es, so Schaar, keinen Grund zu jubeln. "Die Treibhausgas-Emissionen in Österreich sind von 2016 auf 2017 um rund 3,3 Prozent gestiegen - das bedeutet einen Anstieg um rund 2,7 Mio. Tonnen CO2. Der gesetzliche Höchstwert wird erstmals mit 1,3 Tonnen überschritten. Wir brauchen also dringend Maßnahmen gegen und nicht für den Anstieg von Emissionen."

Abschließend hält die Umweltreferentin fest, dass es derzeit auch keine Dringlichkeit für weitere 140 km/h-Teststrecken in Österreich gibt: "Es gibt aktuell bereits Teststrecken in Nieder- und Oberösterreich. Es ist also nicht nachvollziehbar, warum es in Kärnten weitere braucht."


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Rauber