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Winterwetter: Auf Kärntens Einsatzkräfte ist Verlass

03.02.2019
LR Fellner, LR Gruber: Genuatief zeigt, Koordination und Zusammenarbeit von Einsatzkräften, Blaulichtorganisationen, Bezirkshauptmannschaften und Katastrophenschutz des Landes funktioniert - Nach Schnee- und Glatteis-Nacht mit 89 Einsätzen beruhigt sich das Wetter


Klagenfurt (LPD). "Das Genuatief, das Kärntens Einsatzkräfte seit Freitag in Atem hält, hat gezeigt, dass die Koordination und die Zusammenarbeit von Blaulichtorganisationen, Einsatzkräften, Bezirkshauptmannschaften und dem Katastrophenschutz des Landes sehr gut funktionieren. Mir ist es als Katastrophenschutzreferent wichtig, dass wir Wetterereignisse wie dieses Tief nutzen, um die Bereitschaft, Einsatzfähigkeit und Kommunikationsschienen ständig zu verbessern, damit wir im Extremfall gerüstet sind und gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung im Land sorgen können", sagt Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner heute, Sonntag.

Auch Straßenbaureferent LR Martin Gruber betont. "Durch die intensive Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte und die gute Vorbereitung konnten die Kärntner Landesstraßen binnen kürzester Zeit wieder befahrbar gemacht werden und ist dies ein Verdienst des Zusammenwirkens aller beteiligten Mitarbeiter und Organisationen. Angesichts der immer extremer werdenden Wettersituationen brauchen wir gut organisierte und ausgestattete Einsatzkräfte!"

Beide Landesräte sprechen von dieser Stelle noch einmal ihren Dank für das Geleistete aller Organisationen in den vergangen Tagen und vor allem Nächten aus. "Aber ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre das nicht zu bewältigen. Sie sind die wesentliche Stütze unseres Zusammenlebens", so Fellner und Gruber

Tatsächlich haben Straßenmeistereien und Feuerwehren eine einsatzstarke Nacht hinter sich. 89 Mal rückten 63 Feuerwehren mit 510 Männern und Frauen aus, um Straßen zu räumen, umgestürzte Bäume zu beseitigen, Keller auszupumpen und gegen das Glatteis anzukämpfen. Das berichtet aktuell der Katastrophenschutzbeauftragte des Landes, Markus Hudobnik. Diesmal waren die Haupteinsatzgebiete die Bezirke St. Veit, Feldkirchen, Klagenfurt-Land und Völkermarkt, aber auch das untere Drautal war in der Nacht betroffen. Die weiteren Aufräumarbeiten sind noch im Laufen.

Im Bereich der Straßenmeisterei Kötschach dauern die Schneefälle noch an. Im Lesachtal sind in der Nacht 30 cm extrem schwerer Schnee dazu gekommen, die Kärnten Netz arbeitet derzeit daran, die Stromzufuhr wieder herstellen zu können. Alle verfügbaren Schneefräsen und Räumfahrzeuge sind im Einsatz. Kettenpflicht besteht auf der B110 im Abschnitt Gailberg. Der Plöckenpass ist nach wie vor gesperrt, alle anderen Straßen sind derzeit frei befahrbar. In der Straßenmeisterei Villach laufen die Einsatzarbeiten, der Wurzenpass ist mit Schneeketten befahrbar.

Die Straßenmeisterei Spittal meldet, dass die L19 Innerkremser Straße zwischen Innerkrems und Schönfeld gesperrt ist. Vereinzelt sind Schneebretter im Bereich Greisseneck abgegangen, rund 40 cm Neuschnee sind über Nacht gefallen und werden so rasch wie möglich mit Schneefräsen beseitigt. Am Kreuzberg sind rd. 60 cm Neuschnee hinzugekommen, am Gailberg besteht seit gestern 23.30 Uhr Kettenpflicht. Auch die Straßenmeisterei Winklern meldet Einsätze seit gestern ab 23.00 auf allen Straßen, sicherheitshalber werden die B107 und L20 heute Vormittag von der Lawinenkommission bereist.

Das Wetter wird sich im Laufe des Tages beruhigen und es kommt lokal sogar zu Auflockerungen. Es wird wieder etwas kälter und am Abend kann es überall wieder kurze Schauer geben.



Rückfragehinweis: Landespressedienst/Gerd Kurath
Redaktion: Gerlind Robitsch