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KULTUR

Tomas Hoke KOSMOS 4D

07.02.2019
LHStv.in Schaunig: Schmuck, Grafik, Fotografie und Skulptur - das vielfältige Schaffen von Tomas Hoke wird im MMKK eindrücklich erlebbar gemacht


Klagenfurt (LPD). Von Halsbändern aus Dentaldraht bis zum skulpturalen Einsatz von Materialien aus der Raumfahrt - die Arbeit von Tomas Hoke war und ist geprägt von einer großen Bandbreite an Ausdrucksmitteln. Die abstrakte, technoide Formensprache, die der Künstler, unter anderem aus Metall, Gummi oder auch Neonlicht entstehen lässt, sind variantenreiche Ausdrücke einer konstanten Auseinandersetzung mit dem menschlichen Mikrokosmos, seinen Verhältnissen, Eigenschaften und Möglichkeiten. Bis zum 19. Mai lädt das Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) zu einer Retrospektive ein, die das Werk des technikaffinen Künstlers durch 40 Jahre präsentiert.

"Wir benutzen ihn unserer täglichen Arbeit Lichtwellen zur Datenübertragung, um Informationen von A nach B zu übermitteln. Tomas Hoke benutzt dieselben Lichtwellen um Fragen zu stellen, um kritische, reflexive Prozesse bei den Rezipienten auszulösen, die über alltägliche Wahrnehmungshorizonte hinausgehen", so LHStv.in Gaby Schaunig, die die Ausstellung gestern, Mittwoch, in Vertretung von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete. Hokes Arbeit, so die Technologiereferentin des Landes Kärnten weiter, ist geprägt von der sinnlich-künstlerischen Decodierung einer physikalisch-technologischen Welt.

Die kinetischen, pneumatischen und akustischen Objekte, die in Form und Material assoziativ und konfrontativ Hokes Auseinandersetzung mit der Neuroästhetik und der Hirnforschung entlehnt sind, sollen sowohl die visuellen, taktilen als auch auditiven Sinne der Besucherinnen und Besucher ansprechen. Viele der ausgestellten Arbeiten sind interaktiv erlebbar, reagieren auf menschliche Körper und fordern zu einem konkret, angreifbaren Kunsterlebnis auf.

"Diese Objekte fordern uns zu einem Dialog auf, zu einem Innehalten, Reflektieren, vielleicht auch zum Neubewerten durch Neubetrachten", so Schaunig, die in diesem Zusammenhang auch das Engagement von Hoke betonte, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren und Geltung zu verschaffen. "Großes Lob und Anerkennung gebührt auch dem gesamten Museumsteam, das die Arbeit des Künstlers in den Räumen des MMKK zu so einem eindrücklichen Erlebnis gemacht hat", so Schaunig.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Grollitsch/Böhm