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Neue Jahreskarte für Senioren kommt

18.02.2019
LH Kaiser, LR Schaar und LR Zafoschnig: Ab Mai zahlen Kärntens Senioren nur mehr den halben Preis für Jahrestickets im Kärntner Verkehrsraum - Weitere neue Angebote und Ermäßigungen für Senioren werden schrittweise ausgearbeitet - Attraktivere Jahreskarten für alle Generationen als Ziel - Reformgruppe wird eingesetzt


Klagenfurt (LPD). Im Herbst haben Mobilitätslandesrat Ulrich Zafoschnig und Seniorenreferentin Sara Schaar mit dem Kärntner Seniorenbeirat vereinbart, dass günstigere Seniorentickets für den öffentlichen Verkehr in Kärnten geprüft und schrittweise eingeführt werden sollen. Nun werden erste Maßnahmen präsentiert: Ab Mai erhalten Senioren eine 50-prozentige Ermäßigung auf Jahreskarten in Kärnten.

"Mobilität ist Bewegungsfreiheit - unsere ältere Generation in diesem Punkt zu unterstützen war und ist mir ein Herzensanliegen. Umso mehr freut es mich, dass es uns mit der schrittweisen Umsetzung günstiger Seniorentickets gelingt, unseren Seniorinnen und Senioren mehr Mobilität und damit mehr Freiheit zu ermöglichen. Wir bauen an einem familienfreundlichen Kärnten - vom Kind bis zu den Großeltern", zeigt sich auch LH Peter Kaiser über die finanzielle Erleichterung für Kärntens Senioren erfreut.
Seniorenreferentin Sara Schaar sagt: "Leistbare Mobilität für die ältere Generation ist mir ein großes Anliegen. Deshalb freut es mich, dass gemeinsam mit dem Mobilitätsreferenten und in Abstimmung mit dem Seniorenbeirat eine erste Maßnahme gesetzt werden kann, denn: Ein leistbarer, öffentlicher Verkehr ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und für die soziale Teilhabe bis ins hohe Alter."

Mobilitätsreferent Ulrich Zafoschnig informiert: "Wir haben genau evaluiert, nach welchen Angeboten in Kärnten bei Senioren die größte Nachfrage besteht und in welchen Bereichen wir das Angebot attraktiver machen müssen. Wir wollen in einem ersten Schritt jene Senioren unterstützen, die auf den öffentlichen Verkehr dauerhaft angewiesen sind, um ihre Wege zu erledigen. Deshalb ist die neue, deutlich ermäßigte Jahreskarte die erste Maßnahme, die wir umsetzen." Bislang gebe es in Kärnten zwar Seniorenermäßigungen auf Einzel- und Tagestickets, jedoch nicht für die Jahreskarte. "Diese nicht nachvollziehbare Schieflage bereinigen wir nun", so Zafoschnig.

Schaar und Zafoschnig betonen jedoch, dass das erst der erste Schritt sei. Auch Vergünstigungen für andere Ticketarten wie die Einführung einer neuen Wochenkarte oder weitere Ermäßigungen auf Tages- und Einzelkarten sowie die Einführung einer Guthaben-Karte sollen folgen. "Wir setzen so schrittweise - und immer in Abstimmung mit den Seniorenvertretern - Maßnahmen um, die den Bedürfnissen der Kärntner Senioren gerecht werden und auch finanzierbar sind", so die beiden Regierungsmitglieder. Das neue Jahresticket sei aus dem Budget 2019 finanzierbar. Gemeinsam wollen sie sich dafür einsetzen, dass der öffentliche Verkehr auch zu einem Schwerpunkt in den nächsten Budgets werde. Dabei fordern Zafoschnig und Schaar auch Verkehrsminister Hofer auf, Kärnten zu unterstützen. "Von der angekündigten Nahverkehrs-Milliarde müssen auch entsprechende Mittel in das südlichste Bundesland fließen", so Schaar und Zafoschnig.

Mittelfristig sei es das Ziel, die Jahreskarten für alle Generationen attraktiver zu gestalten, um mehr Personen und Pendlern die dauerhafte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu erleichtern. "Ich möchte flexiblere und bessere Tarifmodelle für die Kärntner Bevölkerung umsetzen. Das muss aber auch langfristig finanzierbar sein. Deshalb braucht es eine genaue Analyse und auch neue Ideen", erläutert der Mobilitätsreferent. Er werde deshalb in einem dritten Schritt eine Reformgruppe einsetzen, die das Tarifsystem und den öffentlichen Verkehr in Kärnten grundsätzlich unter die Lupe nimmt. Parallel dazu müsse es auch zu einer Verbesserung des Angebots kommen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir beides brauchen - ein attraktiveres Angebot und günstigere Tickets, damit der öffentliche Verkehr vermehrt nachgefragt wird", betont Zafoschnig. "Nur so schaffen wir es auch in Kärnten mehr Menschen zu Nutzern des öffentlichen Verkehrs zu machen und einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten".



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR.in Schaar, Büro LR Zafoschnig
Redaktion: Wedenigg/Stirn