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KULTUR

Ausstellung von Gertrud Weiss-Richter

21.02.2019
LH Kaiser eröffnete Installation "Himmelstreppe" der Kärntner Künstlerin im MMKK


Klagenfurt (LPD). Ein wichtiges Themengebiet innerhalb des Gesamtkunstwerks von Gertrud Weiss-Richter bilden seit mehreren Jahren verschiedenste Aufstiegshilfen. Neben Stufen und Leitern rückt dabei insbesondere die Treppe als prägnantes Element in den Fokus ihrer Arbeit. Gestern, Mittwoch, wurde in der Burgkapelle des MMKK die Installation "Himmelstreppe" von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnet.

Treppen und Leitern seien in der Kunstgeschichte mit ähnlich hohem Symbolwert besetzt wie das Kreuz, sagte der Landeshauptmann. "Die kunsthistorischen Bezugspunkte, auf die Gertrud Weiss-Richter anspielt und mit denen ihr Werk spielt, sind in den grundsätzlichen theoretischen Überlegungen und Umsetzungen der abstrakten Kunst des gesamten 20. Jahrhunderts, sowohl in Malerei als auch in Architektur, deutlich erkennbar: Hier wird der Bogen von den Anfängen des russischen Konstruktivismus und der Bauhaus-Bewegung bis hin zum Minimalismus eines Dan Flavin oder Donald Judd gespannt. Dass dies immer eigenständig und selbstbewusst geschieht, muss nicht extra erwähnt werden. In der Nähe der klassischen Kärntner Kunst des 20. Jahrhunderts und der farbenfrohen Dominanz des Nötscher Kreises ist dieses Werk nicht zu verorten und darf als ebenso kluger wie beeindruckender Gegenentwurf aufgefasst werden", so Kaiser.

Gertrud Weiss-Richter, 1942 in Linz an der Donau geboren, studierte Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zahlreiche Aufenthalte im Ausland, wie beispielsweise in Paris, Los Angeles und New York, prägten durch verschiedenste Einflüsse das künstlerische Schaffen der Kärntnerin. Seit 1978 lebt und arbeitet sie in Klagenfurt. Bereits während ihrer Studienzeit verfolgte die Künstlerin ein großes Interesse an der Architektur und setzte sich vorrangig mit geometrischen, architektonischen Formen auseinander.




Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD Kärnten/Arnold Pöschl