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Regierungssitzung 3 - "Smarte" Fahrgemeinschafts-App startet

26.02.2019
LR Zafoschnig: Kärntens Pendler werden "smart" vernetzt - Mit der Fahrgemeinschafts-App "TwoGo" startet das Mobilitätsreferat eine digitale Mitfahrbörse für alle Mitarbeiter des Landes - Mit zehn Unternehmen wird landesweit ein Testbetrieb umgesetzt.


Klagenfurt (LPD). "Kärnten ist ein Land der Pendler. Viele Kärntnerinnen und Kärntner sind tagtäglich auf ihrem Weg zur Arbeit auf das Auto angewiesen. Das belastet nicht nur die Geldbörse, sondern auch die Umwelt. Deshalb starten wir seitens des Landes eine Initiative, um Kärntens Pendler besser digital zu vernetzen und Fahrgemeinschaften zu fördern", gab Mobilitätsreferent LR Ulrich Zafoschnig heute, Dienstag, nach der Regierungssitzung bekannt. Dort wurde der Startschuss für einen Testbetrieb sowohl in der Landesverwaltung, als auch für zehn Unternehmen gesetzt. "Mit der intuitiven und prämierten Fahrgemeinschafts-App "TwoGo" setzen wir landesweit digitale Mitfahrbörsen um. Damit können die Arbeitnehmer einfach und flexibel via Smartphone ihre Fahrten anbieten oder die passenden Mitfahrgelegenheiten finden. Das spart Zeit, Kosten und schont die Umwelt", so der Mobilitätsreferent.

Ziel sei es, Pendlerinnen und Pendler die ähnliche Strecken am Weg zur Arbeit fahren, Anreize zu bieten, die Strecken gemeinsam zu fahren. Den Startschuss macht das Land Kärnten selbst. In einem ersten Schritt können ab sofort alle Mitarbeiter des Landes via App einfach und digital passende Mitfahrgelegenheiten finden und solche selbst anbieten. Sowohl das das Verwaltungszentrum und das Technikzentrum wurden als Einstiegsorte definiert. "Entsprechend den Wünschen und der Nachfrage werden die Standorte künftig Schritt für Schritt erweitert. Auch die Bezirkshauptmannschaften und die Straßenbauämter sollen in weiterer Folges in das neue Angebot eingebunden werden. "Je mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Angebot nutzen, desto stärker wird die Verkehrs-APP künftig ausgebaut. Weitere Lizenzen werden angekauft, sobald die Inanspruchnahme durch die Pendler steigt", so Zafoschnig. "Ich hoffe, dass viele dieses Angebot nutzen".

Darüber hinaus startet landesweit gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Kärnten ein geförderter Testbetrieb mit zehn größeren Unternehmen. "Mit der App können für jedes Unternehmen maßgeschneiderte Routen mit eigenen Abfahrpunkten definiert und eigene Mobilitätslösungen geschaffen werden. So können auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter eines Unternehmens maßgeschneiderte Lösungen geplant werden", betonte Zafoschnig. Die Ausschreibung des Testbetriebs erfolgt noch im März gemeinsam mit der Wirtschaftskammer an alle größeren Unternehmen kärntenweit, der Testbetrieb startet nach der Auswahlphase ab Juni 2019.

"Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den größeren Arbeitgebern in den einzelnen Regionen und Talschaften zusätzliche Angebote für Pendler zu schaffen. Nur wenn wir die Mitfahrbörsen einfach und digital machen, werden diese auch genutzt", erläuterte Zafoschnig. Zusätzlich werde damit das zunehmende Parkplatzproblem entschärft, gleichzeitig die Sicherheit auf Kärntens Straßen erhöht und der Verkehrsfluss durch geringeres Verkehrsaufkommen erhöht.

"Jede einzelne Fahrgemeinschaft bedeutet mindestens ein Auto weniger auf Kärntens Straßen und für Mitfahrer eine entspannte Anfahrtszeit zur Arbeit. Neben der Zeit- und Kostenersparnis verringern die Fahrgemeinschaften auch den Co2-Ausstoß und sind gut für die Umwelt. Eine Win-win-Situation für alle", so der Mobilitätsreferent.

I N F O: Entwickelt wurde die APP im Rahmen des Mobilitätsprojektes "Green Way" des Kärntner Industrieunternehmens Infineon. Das Projekt wurde 2018 zweifach mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ausgezeichnet. Interessierte Unternehmer können sich in der Abteilung 7 - für Wirtschaft, Tourismus und Mobilität informieren und anmelden.



Rückfragehinweis: Büro LR Zafoschnig
Redaktion: Hetzel/ Zeitlinger