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Regierungssitzung 7 - Attraktivierung Kärntens als Ausbildungsstandort

26.02.2019
LH Kaiser berichtete von Kooperation mit Vetmeduni Wien und Stiftungsprofessur für Lehramtsstudium "Bewegung und Sport" - Kooperation KH Spittal und Lehrpraxen - Datenschutzbeauftragte für Landesdienst eingesetzt


Klagenfurt (LPD). Die Bereiche Bildung und Gesundheit waren heute, Dienstag, zwei der Schwerpunkte in der Sitzung der Kärntner Landesregierung. Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser berichtete im anschließenden Pressefoyer von der Kooperation des Landes mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem neuen Lehramtsstudium "Bewegung und Sport. Für Letzteres hat die Landesregierung heute eine Stiftungsprofessur mit 120.000 Euro pro Jahr - als Anschubfinanzierung für die ersten fünf Jahre - beschlossen.

Kaiser verwies auf den eklatanten Personalmangel im Bereich Bewegung und Sport, dem man mit dem Lehramtsstudium entgegenwirken wolle. Daran beteiligt seien auch die Stadt Klagenfurt, die Pädagogische Hochschule, die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und das Olympiazentrum Kärnten. "Starten wird das neue Studium mit dem Wintersemester 2019/20", freute sich Kaiser.

Dem Bildungsreferenten geht es darum, den tertiären Bildungssektor allgemein stärker zu verschränken. Dazu trage u.a. auch der Letter of Intent bei, den das Land Kärnten wie bereits berichtet mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien unterzeichnet hat. Veterinärmedizin werde man zwar nicht in Kärnten studieren können, laut Kaiser wird es aber bei uns hochinteressante Angebote in der Aus- und Weiterbildung sowie Forschungstätigkeiten geben. Schwerpunkte sollen Wildtierkunde und Pferdewirtschaft sein. Einbinden werde man hier u.a. den Nationalpark Hohe Tauern bzw. das Landwirtschaftliche Schulwesen und die Kärntner Tourismusschule. Akzente sollen auch über die Pädagogische Hochschule, Fachhochschule und Alpen-Adria-Universität gesetzt werden.

Der Landeshauptmann kommentierte auch kurz Beschlüsse aus anderen Referatsbereichen. So begrüßte er die Lösung für das Krankenhaus Spittal als wichtig und "im Sinne einer modernen Gesundheitsentwicklung". Mit dem Finanzierungsmodell für Lehrpraxen wolle man dem Medizinermangel gegensteuern, der auf einem Verteilungsproblem im ländlichen Raum basiere. Zudem sei auch das eine wichtige Maßnahme im Bildungsbereich. Zur KWF-Strategie 2030 meinte er, dass sie eine wichtige Weichenstellung sei, um Kärntens Stärken weiterzuentwickeln. Er verwies explizit darauf, dass hier auch die EU-Programmperiode sowie die europäische Wirtschafts- und Regionalpolitik mitberücksichtigt wurden. Als Mitglied im Ausschuss der Regionen hob er in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Kohäsionspolitik hervor.

Als Personalreferent teilte Kaiser noch mit, dass Edmund Primosch, der Leiter des Verfassungsdienstes, als Datenschutzbeauftragter für den Landesdienst eingesetzt wurde. Als dessen Stellvertreter werde Andreas Skorianz aus der Abteilung 1 fungieren. Ihre Aufgabe sei es, die Bediensteten zu beraten, ihre Pflichten im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung zu vermitteln sowie deren Einhaltung im Fokus zu haben.

Kaisers Fazit zur heutigen Regierungssitzung: "Uns geht es darum, die Menschen darin zu bestärken, in Kärnten zu bleiben und hier tätig zu sein."



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm