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Wolfssichtung im Gailtal

27.02.2019
LR Gruber: Bei Fotoaufnahmen aus Köstendorf handelt es sich zu 99 Prozent um einen Wolf - Land Kärnten bereitet Maßnahmen vor


Klagenfurt (LPD). Zwei Wolfssichtungen im Bezirk Hermagor wurden heute, Mittwoch, der zuständigen Behörde beim Amt der Kärntner Landesregierung gemeldet, informiert der zuständige Jagdreferent LR Martin Gruber. In Köstendorf soll ein Wolf 300 Meter von einem Wohnhaus entfernt bei einem Pferdemisthaufen aufgetaucht sein. Nach etwa fünf Minuten habe er sich langsam wieder entfernt. Weiters wurde eine Sichtung im Bereich des Bahnhofes Görtschach gemeldet, die mittels Video festgehalten wurde.

"Die zuständigen Jäger im Bezirk haben sofort versucht, eine Fährte oder eine Losung zu finden. Bisher ist das aber nicht gelungen", so Gruber. Laut dem Wildbiologen des Landes Kärnten könne man aber bei den Fotoaufnahmen zu 99 Prozent von einem Wolf ausgehen. Diese Einschätzung wurde mittlerweile auch vom Wolfsbeauftragten der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Jörg Rauer, bestätigt. Bei dem auf dem Video zu sehenden Tier ist derzeit kein eindeutiger Befund möglich.

Zur weiteren Vorgehensweise erklärt Gruber: "In Köstendorf ist der Fall für mich eindeutig. Ein Wolf ist im Siedlungsgebiet aufgetaucht. Deshalb müssen wir handeln. Im ersten Schritt wird die Jägerschaft eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um Vergrämungsmethoden einzusetzen, sobald sich der Wolf ein weiteres Mal in bewohntem Gebiet aufhält." Alle Verantwortlichen, vor allem die Jäger im Bezirk, seien sensibilisiert, die Situation werde sehr genau beobachtet, um so rasch wie möglich Maßnahmen setzen zu können.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Böhm