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POLITIK

Kärntens Europa-Info-Zentrum zieht Bilanz

10.03.2019
LH Kaiser präsentiert 1. Europe-Direct-Tätigkeitsbericht 2018 - Informationszentrum setzte mehr Aktionen als geplant um - "Bevölkerung noch deutlicher vermitteln, welche Bedeutung EU für uns alle hat!"


Klagenfurt (LPD). EU-Themen und aktuelle Informationen, die auf lokaler und regionaler Ebene für die Öffentlichkeit relevant sind, aufzubereiten und den Dialog mit der Bevölkerung zu EU-Themen zu fördern - Das ist die Aufgabe eines Europe-Direct-Informationszentrums (EDIC). Eines von insgesamt 500 dieser Zentren konnte Dank intensiver Bemühungen bei der Europäischen Kommission auch in Kärnten installiert werden. In einem Rahmenvertrag über die Jahre 2018 bis 2020 mit der Europäischen Kommission wurde vereinbart, dass aufgrund der entsprechenden Erfahrungen das Europahaus Klagenfurt die EDIC-Agenden übernimmt. Die EU-Förderung dafür beträgt zwischen 20.000 und 35.000 Euro pro Jahr.

In der Regierungssitzung am kommenden Dienstag, wird Landeshauptmann Peter Kaiser als für europäische Angelegenheiten zuständiger Referent dem Regierungskollegium den ersten "Europe Direct Kärnten"-Tätigkeitsbericht vorlegen. Und dieser fällt laut Kaiser durchwegs positiv aus, wurden im ersten Jahr doch gleich mehr Informations-Aktionen abgehalten als ursprünglich geplant.

"Wir müssen die Bevölkerung noch stärker in EU-Themen einbinden, ihr noch deutlicher vermitteln, welche Bedeutung die EU sowohl als friedenssicherndes Projekt als auch für unseren, gerade am Beispiel Kärntens ersichtlichen Aufschwung, für Arbeitsplätze und für die Schaffung und Sicherung von Wohlstand für jede und jeden Einzelnen von uns hat. Die EU muss zweifellos positiv verändert werden, sie ist aber insgesamt vor allem für Kärnten und Österreich alternativlos", betont Kaiser. Gerade Großbritannien und das Chaos um den Brexit habe deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Menschen noch intensiver zu informieren und das Bewusstsein für die EU zu stärken, um nicht egoistischen und parteipolitisch motivierten Nationalisten das Feld zu überlassen", macht Kaiser deutlich.

Das "Europe Direct Kärnten"-Informationszentrum leiste einen wesentlichen Beitrag zur Kommunikation der Europäischen Kommission über die Europäische Union mit dem Ziel, den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern auf lokaler und regionaler Ebene zu pflegen. "Tausende Kärntnerinnen und Kärntner wurden beispielsweise über Veranstaltungen wie das EU-Familienfest zum Europatag und dem 500 Jahr-Jubiläum der Stadt Klagenfurt im Mai, der Sommertour mit dem Ape-Europa Cafe an 14 verschiedenen Stationen und dem Kärntner Europa Cafe in Feldkirchen erreicht", nennt Kaiser Beispiele. Weiters gab es eine Dialog-Veranstaltung unter dem Titel "Kärnten im Europa der Regionen" mit dem Präsidenten des Ausschusses der Regionen, Karl-Heinz Lambertz, und dem EU-Abgeordneten Eugen Freund. "Ein Plädoyer für eine föderale und regionale EU" hielt Lambertz im November vergangenen Jahres gemeinsam mit dem Co-Autor seines Buches, Stefan Alexander Engel, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung. Unter dem Motto "Chancen und Risiken der Digitalisierung" referierte EU-Kommissarin Mariya Gabriel in der Fachhochschule in Villach. Mit dabei war das EDIC Kärnten auch bei Veranstaltungen wie #EUinmyregion, beim Aktionstag der Politischen Bildung und beim St. Ursula Markt.

Auch über Postings auf Facebook und Twitter sowie über den Europahaus-Klagenfurt-Newsletter werden den Kärntnerinnen und Kärntnern regelmäßig EU-Themen vermittelt. Unterstützt wird das EDIC Kärnten auch vom Landespressdienst. Aussendungen, das kärnten.magazin sowie auch kärnten.tv vermitteln EU-bezogene Inhalte aus Kärnten. Dank einer Kooperation mit dem Kärntner Gemeindebund werden auch in dessen Zeitung regelmäßig Berichte zu EU-Themen veröffentlicht.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Robitsch