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KULTUR

Tomas Hoke mit "Kosmos 2D" zu sehen

13.03.2019
LH Kaiser eröffnete Ausstellung des großen Kärntner Künstlers in der Alpen-Adria-Galerie in Klagenfurt


Klagenfurt (LPD). Aktuell gibt es drei Ausstellungen von Tomas Hoke. So präsentiert seit 7. Februar das MMKK in einer Retrospektive sein plastisches, installatives Werk unter dem Titel "Kosmos 4D", seit dem 7. März ist eine kleine Ausstellung in der rittergallery zu sehen und gestern, Dienstag, wurde in der Alpen-Adria-Galerie in einer Personale das grafische Werk des Künstlers mit dem Titel "Kosmos 2D" im Beisein von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Tomas Hoke eröffnet.

"Unser Zeichenlehrer würde sich sehr freuen und stolz sein, wenn er sehen könnte, dass die Werke von seinem Schüler gleich in drei Ausstellungen in Klagenfurt gezeigt werden", erzählte der Landeshauptmann als ehemaliger Schulkollege von Tomas Hoke. Mit der Organisation der Biennale INTART, die Hoke 1989 gemeinsam mit HP Maya übernommen habe, habe er sich dem Austausch von zeitgenössischen Künstlern im Alpen-Adria-Raum verschrieben, um Kontakte auf künstlerischer Ebene herzustellen. Eine ähnliche Intention habe das biennale Kulturfestival "Transformale", 2013 konzipiert und organisiert von Tomas Hoke gemeinsam mit Ulli Sturm, so der Kulturreferent.

"Wir haben zwar unterschiedliche Wege eingeschlagen, aber begegnen uns immer wieder, eigentlich sogar täglich - so steht beispielsweise eine Lichtinstallation von Tomas Hoke im südlichen Bereich des Regierungsgebäudes am Viktringerring. Es macht mich stolz, so einen Schulfreund zu haben - toll, dass es dich gibt", sagte Kaiser.

Die Vielfalt der Kunst Hokes sei beeindruckend und reiche von Schmuck, Grafik, Fotografie bis zum Dreidimensionalen, berichtete Kulturabteilungsleiterin der Manuela Tertschnig. "Am bekanntesten sind seine interaktiven skulpturalen und installativen Arbeiten", so Tertschnig. Eine Vielzahl von Arbeiten im öffentlichen Raum ergänze das Spektrum des kreativen Universums Hokes.

"Tomas Hoke hatte nie die Wahl, sich für oder gegen die Kunst zu entscheiden", sagte Kurator Alexander Gerdanovits. Im Fokus der Ausstellung in der Alpen-Adria-Galerie würden die grafischen, die zweidimensionalen Arbeiten des Künstlers stehen. Grafik und Plastik würden innerhalb des Œuvres seit 40 Jahren parallel als autonome Werke bzw. abgeschlossene Serien entstehen. "Sie beruhen auf der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper, seinen Proportionen, seinen Verhältnissen sowie seinen Eigenschaften und Möglichkeiten", so Gerdanotits.

Maria-Luise Mathiaschitz, Bürgermeisterin und Kulturreferentin von Klagenfurt, bezeichnete Hoke als Universalkünstler und verwies auf seine mannigfaltige Kunst im öffentlichen Raum wie beispielsweise die Installation im Eingangsbereich des Klagenfurter Hauptbahnhofs.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Ali Gaggl und Rudi Melcher.

Tomas Hoke, 1958 in Wien geboren, ist als Sohn des bekannten Malers Giselbert Hoke in eine Familie hineingeboren, in der Kunst der Alltag war. "Zu meinem Leben mit der Kunst kann ich eigentlich keinen Anfang festmachen, da das Aufwachsen in einem Haus das von der Kunst bestimmt war, ein natürlicher Zustand zu sein schien. Die Ateliers und Werkstätten waren im Haus. Das Mitarbeiten in den Werkstätten ab dem 12. Lebensjahr war selbstverständlich", so Hoke im Vorwort seiner Monografie "KosmosE", im Ritter Verlag erschienen.

(I N F O unter www.stadtgalerie.net; Ausstellungsdauer von 13. März bis 2. Juni 2019)


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD Kärnten/Wolfgang Jannach