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Radon und Schimmel - Bemühen um Lösung für Kärntens zweitältestes Bauerngehöft

15.03.2019
Wohlergehen der Bewohner hat für Experten Priorität - Besitzer hat Handlungsbedarf - Unterstützung von allen Seiten angekündigt


Klagenfurt (LPD). Die Sicherheit und Gesundheit der Bewohner hat oberste Priorität, wenn sich kommende Woche in Heiligenblut Experten des Landes, des Bundesdenkmalamtes und der Gemeinde mit den Besitzern über die Zukunft des zweitältesten noch bestehenden Bauerngehöfts Kärntens beraten. Abseits des bereits seit Jahren andauernden Medienrummels rund um den Fall, will man sachlich nach einer Lösung für die Großfamilie suchen. Das in der Gegend natürlich vorkommende Radon sowie der Schimmelbefall im Inneren des Gebäudes stellen für die darin lebende Familie langfristige Belastungen dar. "Der Besitzer muss dringend handeln - wir wollen ihm jetzt ein weiteres Mal die Möglichkeiten aufzeigen, die ihm dabei zur Verfügung stehen", so Werner Jost von der Abteilung 2 - Finanzen, Beteiligungen und Immobilienmanagement im Land Kärnten. Und die bereits angebotenen Möglichkeiten reichen von der unterstützten Sanierung des Bestandes bis hin zum Neubau am Hofareal.

Fest steht, dass ein Abriss des Gebäudes nicht in Frage kommt, weil das Gehöft unter Denkmalschutz steht. Das Haus fachgerecht abzutragen und im Freilichtmuseum Maria Saal für die Nachwelt zu erhalten, ist für die Experten des Bundesdenkmalamtes undenkbar, weil der Hof als Ensemble, also mitsamt den Nebengebäuden, unter Denkmalschutz steht. Für eine Sanierung muss das Bundesdenkmalamt miteinbezogen werden. "Der Familie wurde von dieser Seite sowohl planerische als auch finanzielle Hilfe zugesagt", betont Jost. Sollte ein Umzug der Familie die endgültige Lösung sein, wäre auch eine touristische Nutzung des historischen Gebäudes denkbar. Dafür gäbe es sowohl vom Bundesdenkmalamt als auch vom Nationalpark Hohe Tauern konkrete Hilfsangebote.

"Sowohl das Land, der Bund als auch die Gemeinde und die Bezirkshauptmannschaft sind bemüht darum, die Familie bei der Erarbeitung einer Lösung zu unterstützen", versichern die beteiligten Sachverständigen.



Rückfragehinweis: Büro Landespressedienst, Mag. Kurath 0664-8053610201
Redaktion: Susanne Stirn