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Weltwassertag: Land Kärnten kümmert sich um weißes Gold des dritten Jahrtausends

21.03.2019
LR Fellner: Wasser ist Lebensgrundlage und oftmals Gefahr zugleich - Kärnten arbeitet an eigener Wasser-Charta und investiert in den Hochwasserschutz


Klagenfurt (LPD). Anlässlich des morgigen Weltwassertags betont Kärntens Referent für Wasserwirtschaft, Landesrat Daniel Fellner, heute, Donnerstag: "Wasser ist das weiße Gold des dritten Jahrtausends und für mich das Zukunftsthema schlechthin. Ohne Trinkwasser geht nämlich gar nichts mehr. Daher ist es mir ein Anliegen, das Recht auf hochqualitatives, leistbares Trinkwasser in Kärnten wie in Österreich nachhaltig abzusichern und jeglicher Spekulation mit Wasser einen Riegel vorzuschieben - darum wird in meinem Auftrag gerade eine Wasser-Charta erarbeitet."

Auch der Ferlacher Bürgermeister Ingo Appé, dessen Schwerpunkt im Rahmen seiner Bundesratspräsidentschaft "Trinkwasser schützen und sichern" lautet, zeigt sich optimistisch: "Wir können in Kärnten Trinkwasser in den Verfassungsrang erheben, mit der Option, dies auf ganz Österreich auszuweiten." Die drei neuen Trinkwasserstudien, die das Land Kärnten im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben hat und die den Zentralraum Kärnten, das Lavanttal sowie den Bezirk Völkermarkt betreffen, wobei es um die optimale Vernetzungen bestehender Wasserversorgungsanlagen und die Erschließung zusätzlicher Wasserressourcen geht, sollen bis zum Herbst fertig sein und als Basis für weitere Maßnahmen dienen.

Im Jahr 2018 wurden in Kärnten 38,3 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung investiert. Für Maßnahmen der Siedlungswasserwirtschaft wurden vergangenes Jahr Fördermittel des Bundes und des Landes Kärnten in der Höhe 7,6 Millionen Euro genehmigt. Damit wird ein wichtiger Beitrag für die Qualität der Trinkwasserversorgung der Kärntner Bevölkerung geleistet. In den kommenden fünf Jahren stehen aus dem Kärntner Wasserwirtschaftsfonds Fördermittel in der Höhe von 25 Millionen Euro für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Kärnten zur Verfügung.

Um die Gefahr, die von der Naturgewalt Wasser ausgehen kann, zu minimieren, wurden im Jahr 2018 insgesamt rund 18,5 Millionen Euro in den Hochwasserschutz an Bächen und Flüssen im Zuständigkeitsbereich der BWV (Bundeswasserbauverwaltung) investiert. Dazu wurden 10,23 Millionen Euro Bundesmittel und 4,55 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung gestellt, der Rest kommt von Gemeinden und Verbänden. In die Maßnahmen zum Schutz vor Wildbächen, Lawinen, Muren und Steinschlag (WLV - Wildbach- und Lawinenverbauung) wurden 2018 16 Millionen Euro investiert. Das Land Kärnten förderte diese mit rund drei Millionen Euro.

"Wir setzen alles daran, die Menschen im Land bestmöglich vor Naturgefahren wie Hochwasser zu schützen", betont Fellner. Darüber hinaus haben die Investitionen in den Hochwasserschutz auch wirtschaftlich höchst erfreuliche "Nebenwirkungen": Für einen vom Land Kärnten investierten Euro wird eine 7-fache Bruttowertschöpfung ausgelöst. "Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Kärnten noch nie so viel in den Hochwasserschutz investiert hat wie im Jahr 2018. Für 2019 gehen wir in etwa von der gleichen Größenordnung aus", so Fellner.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Fischer/Böhm