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Delegationsbesuch: Agreement zwischen Kärnten und Nowgorod unterzeichnet

26.03.2019
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig und LR Gruber empfingen russische Vertreter rund um Gouverneur Andrey Sergeyevich Nikitin in Kärnten - Zweiter Delegationsbesuch mündete in einer gemeinsamen Vereinbarung über eine engere Zusammenarbeit der beiden Regionen


Klagenfurt (LPD). Eine hochrangige Delegation der russischen Region Nowgorod wurde heute, Dienstag, von Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig und LR Martin Gruber in den Räumen der Kärntner Landesregierung empfangen.

Nach Juni 2018 hieß Kaiser die russische Delegation rund um Gouverneur Andrey Sergeyevitch Nikitin zum zweiten Mal herzlich in Kärnten willkommen. Die Freude über dieses Treffen sei sehr groß, genauso wie die Breite der Themen, die man heute besprechen möchte, erklärte der Landeshauptmann. Ziel sei es, eine zukünftig engere Zusammenarbeit zweier in einigen Entwicklungsbereichen ähnlicher Regionen zu erreichen. "Es ist sehr positiv, wenn unsere Zusammenarbeit in Zukunft stärker wird", so Kaiser.

Gouverneur Andrey Sergeyevich Nikitin dankte der Kärntner Abordnung für die Gastfreundschaft. Nowgorod sei mit rund 600.000 Einwohnern zwar eine vergleichsmäßig kleine Region innerhalb Russlands, die wirtschaftliche Entwicklung stelle sich jedoch durchaus sehr positiv dar. "Nowgorod ist in der wirtschaftlichen Performance unter den besten 20 Regionen Russlands, beim Wirtschaftswachstum erreichten wir im letzten Jahr den zweiten Platz innerhalb Russlands", so Nikitin. Herausforderungen für die Region gebe es vor allem bei der Abwanderung junger Fachkräfte. Die bisher erfolgte Besichtigung des Lakeside-Parks mit seinen innovativen Einrichtungen im Bereich Forschung und Entwicklung zeige ihm, dass ein Technologiepark auch in einer kleineren Region und außerhalb von Großstädten sehr gut funktionieren könne, erklärte der Gouverneur. Dies sei auch ein Grund, weshalb man großen Wert auf einen Erfahrungs- und Wissensaustausch mit Kärnten lege.

Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig gab der russischen Delegation einen Überblick über die Forschungszentren, die in Kärnten beheimatet sind und lud die russische Delegation herzlich dazu ein, diese bei einem zukünftigen Termin ausführlich besichtigen zu können. Der Informationsaustausch zwischen den beiden Regionen sei besonders wichtig, etwa auch im Bereich der Industrie-Cluster. "Kärnten kooperiert in diesem Bereich bundesländerübergreifend. Unsere Regionen können hier sicherlich gegenseitig voneinander lernen", so Schaunig.

LR Gruber zeigte sich erfreut über den hochrangigen Besuch und ging vor allem auf das Interesse der russischen Vertreter an der heimischen Holzproduktion ein. "Es ist wichtig, dass zwischen den Bauern, der weiterverarbeitenden Industrie bis zum Handwerk eine gute Zusammenarbeit herrscht", so Gruber, der darauf hinwies, dass in Kärnten rund 25.000 Menschen am Holzsektor beschäftigt seien. Vor allem bei seinen Bauaktivitäten lege das Land Kärnten sehr großen Wert auf den Rohstoff Holz, der eine Grundlage für die heimische Wirtschaft sei. Investitionen tätige Kärnten auch laufend am Tourismussektor, den man beständig weiterentwickeln möchte, so Gruber.

Der Delegationsbesuch mündete in der Unterzeichnung einer Vereinbarung über eine künftig engere Zusammenarbeit der beiden Regionen. Neben den politischen Verbindungen sollen demnach auch die wirtschaftlichen und technologischen Kontakte zwischen Kärnten und Nowgorod forciert werden.

Im Verlaufe ihres Aufenthalts in Kärnten stattete die russische Delegation unter anderem dem Lakeside Park einen Besuch ab. Dort wurde sie von Geschäftsführer Hans Schönegger und Landtagsabgeordneten Stefan Sandrieser begrüßt und besichtigte den Lakeside Campus und das dort ansässige Educational Lab. Die russischen Vertreter absolvieren vor ihrer Abreise zudem einen Betriebsbesuch bei "Stora Enso Wood Products" in Bad St. Leonhard.
Die Region Nowgorod mit ihrer Hauptstadt Weliki Nowgorod liegt südlich von Sankt Petersburg. In ihr leben rund 600.000 Einwohner, als wirtschaftlich bedeutend gelten die chemische, die elektrische sowie die metallverarbeitende Industrie.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Fabian Rauber
Fotohinweis: LPD Kärnten/Fritz