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Masern: Drei weitere Erkrankungen

25.04.2019
LHSv.in Beate Prettner: 15 Masernfälle - neue Erkrankungen betreffen Familienangehörige - "Langer Abend des Impfens" hat maximale Auslastung der Kapazitäten ergeben - Masernfälle als Sensibilisierungsmotor


Klagenfurt (LPD). 15 Masernerkrankungen und ein Verdachtsfall - So lautet der aktuelle Stand der Masern heute, Donnerstag, Vormittag. "Das bedeutet, dass seit gestern drei Erkrankungen dazugekommen sind. Es handelt sich bei allen drei Fällen um Familienangehörige von bereits bestätigten Erkrankten", berichtet Gesundheitsreferentin Beate Prettner. Wie sie betont, sei es derzeit nicht abschätzbar, wie sich der weitere Verlauf entwickeln werde.

Fest steht unterdessen, dass die Masernerkrankungen die Bevölkerung "sehr wohl sensibilisiert haben: Der gestrige lange Abend des Impfens schreibt absolute Teilnahmerekorde. Wie eine Blitzumfrage in allen Gesundheitsämtern Kärntens ergeben hat, wurde eine maximale Auslastung der Kapazitäten erzielt", informierte Prettner.

Eingeführt wurde dieser lange Impfabend vor drei Jahren auf Initiative der Gesundheitsreferentin: "Wir wollten schon damals der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich nach der Arbeit in den Gesundheitsämtern impfen zu lassen. So gut wie heuer wurde das Angebot aber noch nie in Anspruch genommen." An dieser Stelle dankt Prettner auch den Kärntner Medien, die mitgeholfen haben, diese Information an die Bevölkerung zu bringen: "Vielen Dank für die wiederholten Ankündigungen!"

Wie die Gesundheitsämter mitteilten, wurden gestern nicht nur Masernimpfungen abgeholt - die Menschen hätten sich rundum informieren lassen. Angeboten wurde ein Impfcheck vom Baby bis zum Senior. Gefragt waren auch die FSME- und Keuchhusten-Impfungen. "FSME ist nicht zu unterschätzen", erklärt Prettner. Gerade jetzt, da die Tage wärmer werden, steige die Zeckengefahr. "Bricht nach einem Zeckenbiss FSME aus, kann diese selbst nicht behandelt werden. Nur die Symptome lassen sich lindern. FSME greift die Gehirnsubstanz an und kann auch Lähmungen hervorrufen. Der einzige zuverlässige Schutz ist die Impfung", so Prettner. Die "Zecken"-Impfung kann und soll auch während der Sommersaison nachgeholt werden.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Robitsch