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Kärnten hat neue zertifizierte Kleinkinderzieherinnen

26.04.2019
LH Kaiser überreicht Zertifikate an 33 Kleinkinderzieherinnen und einen Erzieher - Pädagogische Rahmenbedingungen und ausgebildete Betreuer sind Basis für die Ausbildung unserer Kinder - kein Kind wird ausgegrenzt


Klagenfurt (LPD). 33 Absolventinnen und ein Absolvent der Lehrgänge für Kleinkinderzieher- und Erzieherinnen erhielten gestern, Donnerstag, im Spiegelsaal der Landesregierung von Landeshauptmann Peter Kaiser im Beisein vieler Angehöriger und Freunde in einem feierlichen Rahmen ihr Zertifikat. Insgesamt haben 38 Teilnehmerinnen und ihre drei männlichen Kollegen die 430 berufsbegleitenden Unterrichtseinheiten erfolgreich abgeschlossen und sie sind nun bestens vorbereitet, in Kärntens elementaren Bildungs- und Betreuungsinstitutionen Kleinkinder zu betreuen und ihnen mit Rat, Tat und Wissen in ihrer Entwicklung zur Seite zu stehen.

Landeshauptmann Peter Kaiser gratulierte allen Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abschluss: "Sie haben sich Fähigkeiten, Wissen und emotionale Intelligenz angeeignet, um diese nun bei den Kindern anzuwenden. Ich gratulieren ihnen nach dieser intensiven Lernphase zum erfolgreichen Abschluss!"

Für den Landeshauptmann war die feierliche Überreichung der Zertifikate auch ein guter Zeitpunkt, Zwischenbilanz als Bildungsreferent zu ziehen. So war Kärnten das einzige Bundesland, in dem darum gerungen werden musste, dass sämtliche Bildungsbelange - von der Krabbelstube bis hin zur Universität - in einem Referat und damit in einer Zuständigkeit zusammengefasst wurden.

Als ersten Punkt, den Kaiser als gelungen bezeichnete, war die Anerkennung der Elementarpädagogik als solche. "Wir konnten die Bedeutung weg vom ehemaligen Kinder-Aufpassen hin zur Elementarpädagogik lenken und damit die Tätigkeit der Kleinkinderziehung mit allen anderen Bildungseinrichtungen in der Wahrnehmung gleichstellen", so Kaiser. So sei das Bewusstsein für die prägende Phase eines Kindes in der Bildung wesentlich gestiegen und damit auch die Wichtigkeit des Berufes.

Als zweiten gelungenen Punkt nannte der Landeshauptmann das Kinderstipendium, durch das jedes Kind, egal vor welchem sozialen oder finanziellen Hintergrund, eine Betreuung erhalten kann. "Ich war selbst ein Hofkind und konnte auf Grund der finanziellen Lage keinen Kindergarten besuchen. Neidvoll bin ich am Zaun gestanden und habe den anderen Kindern im Pfarrkindergarten beim Spielen zugeschaut. Das gibt es in Kärnten mit dem Kinderstipendium nicht mehr. Kein Kind wird ausgegrenzt!", betonte Kaiser.

Selbstverständlich werde auch in Zukunft an der Qualitätsverbesserung auf allen Ebenen gearbeitet. Und einen weiteren Schwerpunkt nannte Kaiser: "Ich bin ein Verfechter dessen, dass unsere Kinder von Frauen und Männern erzogen und ausgebildet werden. Ich werde nicht aufgeben, den Prozentsatz der männlichen Kleinkinderzieher zu steigern", versprach Kaiser.

Am Ende seiner Rede bedankte sich Kaiser auch bei den Angehörigen der Absolventen, die mit Geduld diese Zeit begleitet haben und stellte klar, dass die Einladung in den Spiegelsaal auch ein "sichtbarer Ausdruck eines Danke an die Teilnehmer ist".

Umrahmt wurde die feierliche Zertifikatsverleihung von der Musikgruppe "Sound of Church". Durchgeführt wurde der Lehrgang vom Institut für Bildung und Beratung (IBB), Gerald Salzmann begrüßte die Gäste. Der Lehrgang wird entsprechend dem Kärntner Kinderbetreuungsgesetz angeboten.

In Kärntens elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, einschließlich der Horte, arbeiten rund 2.400 weibliche und rund 30 männliche Pädagogen.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Fritzpress