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Museum Liaunig startet mit neuer Ausstellung in die Saison

27.04.2019
Der Zukunft widmet sich die neue Saison im Museum Liaunig - LH Peter Kaiser bei der Eröffnungsfeier - Museum wurde zum über die Landesgrenzen hinaus bekannten Wahrzeichen


Klagenfurt (LPD). Einen Tag vor der offiziellen Saison-Eröffnung für die Besucherinnen und Besucher lud Herbert Liaunig rund 300 Gäste in sein Museum nach Neuhaus, um die neue Ausstellung einem ausgewählten Publikum zu präsentieren. Mit dem morgigen Sonntag startet für das Museum Liaunig die diesjährige Saison.

Das Museum besteht mittlerweile seit elf Jahren und wurde ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Wahrzeichen und damit eine wesentliche Bereicherung der Kärntner Kulturlandschaft. "Nicht nur die Sammlung Liaunigs und seine Ausstellungen verdienen nationales und internationales Augenmerk. Alleine die Architektur des Gebäudes verdiente mehrfach Beachtung. Das Gebäude ist ein Kunstensemble als Ganzes", so LH Peter Kaiser. Das Gebäude wurde 2012 unter Denkmalschutz gestellt und erhielt den Museumspreis.

Die Hauptausstellung 2019 "Der Zukunft herzlichst gewidmet - Kunst aus Vergangenheit und Gegenwart in der Sammlung Liaunig" wurde von Günther Oberhollenzer aus dem Sammlungsbestand zusammengetragen. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt künstlerischer Positionen aus Österreich von 1945 bis heute. So entstanden überraschende Zusammenhänge von Vertretern der klassischen Moderne sowie von exemplarischen Werken internationaler Künstler. So entwickelte sich eine Ausstellung mit Arbeiten von über 90 Künstlerinnen und Künstlern.

"Ich liebe Eröffnungen in dieser Form. Denn sie ermöglichen die Verbalisierung von Bildhaften, von Malerei, Skulpturen und Gegensätzen. Die Erläuterungen können nur durch eines überboten werden: in dem man die Ausstellung persönlich besucht", so Kaiser zur neuen Ausstellung, die sich generell aus fünf Themenbereichen zusammensetzt. Die konstruierte Künstlichkeit, Farbgeschichten, Naturlandschaften, Körperstudien und phantastische Welten werden von den unterschiedlichen Künstlern mit ihren Werken dargestellt und bespielt.

Als Kontrast zur zeitgenössischen Kunst sind die historischen Sammlungen zu sehen: Briefmarken der österr. Monarchie aus der Zeit von 1850 bis 1867 werden ebenso ausgestellt wie kostbares europäisches Silber aus der Zeit von 1490 bis 1830. Rund 600 Schmuck- und Kultobjekte der westafrikanischen Königsstämme zeigen die weltweit größte Sammlung dieser Art unter dem Titel "Das Gold der Akan".

Anlässlich seines 80. Geburtstages steht der bildende Künstler, Fotograf, Kurator, Kunstkritiker und langjährige Museumsdirektor Peter Baum (*1939) im Mittelpunkt des Grafiktraktes. Die biografische Revue "Peter Baum - Archiv - Bibliothek - Sammlung" gibt Einblick in die vielseitigen Interessensgebiete des fotografierenden Kulturjournalisten. Neben einer Auswahl seiner Künstler- und Jazzmusiker-Porträts werden auch Malereien und grafische Arbeiten gezeigt.

Im dreieckigen Sonderausstellungsraum wird die Serie "Alte Freunde: Wolfgang Hollegha" anlässlich seines 90. Geburtstages fortgesetzt. Hollegha war anlässlich der Eröffnungsfeier selbst anwesend, um seinen Zugang zu seinen Werken zu erläutern. Die wechselnden Ausstellungen von Wolfgang Hollegha (*1929) und Kurt Kocherscheidt (1943-1992) bilden den Rahmen für die Konzerte der Kammermusik-Reihe sonusiade, deren Auftakt ebenso am 28. April mit Kammersängerin Bernarda Fink in Begleitung des Hugo Wolf Quartetts erfolgt.

Herbert Liaunig wurde 1945 in Radenthein geboren, ist Unternehmer und Kunstsammler. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und gründete 1989 die Auricon Beteiligungs AG. Er machte sich vor allem als Sanierer unterschiedlicher Unternehmen einen Namen - darunter Funder, Jenbacher, Austria Email, Lenzing AG sowie die Österreichischen Schiffswerften AG. Darüber hinaus ist er an Waagner-Biro, Binder+Co Wild Austria beteiligt.

Herbert Liaunig sammelt seit seinen jungen Jahren Kunst. Sein erster bewusster Kunstkauf waren zwei Zeichnungen von Arnulf Rainer, die Liaunig in Monatsraten abgestottert hat.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just