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KULTUR

Kulturförderung: Drei-Jahres-Verträge geben Kulturschaffenden Sicherheit

04.05.2019
LH Kaiser stellt Kulturförderung auf sichere Beine - Drei-Jahres-Verträge schaffen Planbarkeit in der Kultur - Regierung beschließt Mehrjahresverträge für Musikwochen Millstatt und Musikverein Kärnten


Klagenfurt (LPD). Lange wurden sie von der Kultur gefordert, jetzt gibt es in der Landesregierung auch die entsprechenden Beschlüsse für Mehrjahresverträge. Landeshauptmann Peter Kaiser hat als Kulturreferent bereits angekündigt, dass die Kulturschaffenden wieder mehr Sicherheit und Planbarkeit durch Drei-Jahres-Verträge erhalten sollten. Auf Grund der Ausgabensperren in Folge des Hypo/Heta-Chaos und der Herabstufung Kärntens im Rating im Jahr 2014 musste die Kärntner Landesregierung einen Sparkurs fahren und konnte auch wegen der offenen Entwicklung bei der Hypo keine Mehrjahresverträge für Kulturschaffende und Vereine mehr vergeben.

"Nachdem wir Kärnten wieder auf die Überholspur gebracht haben, wir mit dem Rating wieder im Plus sind, können wir auch diese schwierige Phase für die Kultur in Kärnten beenden und Drei-Jahres-Verträge vereinbaren. Damit erhalten Kulturschaffende Sicherheit und Planbarkeit in ihrer Tätigkeit", betont Landeshauptmann und Kulturreferent Peter Kaiser. Kommende Woche erhalten die Musikwochen Millstatt und der Musikverein Kärnten per Regierungsbeschluss jeweils einen Fördervertrag für die Jahre 2019 bis 2021.

Die Musikwochen Millstatt zeichnen sich seit Jahren durch ihre hochwertigen Konzertreihen aus, fördern massiv den musikalischen Nachwuchs und überzeugen durch die Qualität ihres Programmangebotes. Die professionelle Organisation und das Programm garantieren auch jedes Jahr steigende Besucherzahlen. Dementsprechend erhält der Verein eine jährliche Förderung in Höhe von 105.000 Euro für Jahre 2019, 2020 und 2021. "Es erfolgt die vertragliche Zusicherung von 100 Prozent der Fördersumme für 2019 und jeweils mindestens 75 Prozent für die Jahre 2020 und 2021. Die Auszahlung der restlichen Mittel bis maximal 100 Prozent erfolgt nach Maßgabe der verfügbaren budgetären Mittel sowie unter Berücksichtigung der Evaluierung des Vorjahres. Das ergibt eine maximale Gesamtfördersumme von 315.000 Euro zuzüglich einer jährlichen Indexanpassung", erklärt Kaiser.

Die Musikwochen Millstatt werden jedes Jahr von Mai bis Oktober im Stift Millstatt veranstaltet. 2018 konnten über 5.300 Besucher gezählt werden. Heuer bieten die Musikwochen ein herausragendes Programm, das heimische Talente mit Weltstars zusammenbringt. Am 26. Mai findet in der Stiftskirche das Auftaktkonzert auf höchstem Niveau mit dem Starensemble VOCES8 aus England statt.

Seit dem Jahr 1828 gibt es den Musikverein in Kärnten, der sich von Beginn an zur Aufgabe gemacht hat, die Musik durch die Veranstaltung hochkarätiger Orchesterkonzerte zu pflegen und zu fördern. Klassische Musik wird ebenso geboten wie zeitgenössische Musik und Crossover-Projekte. Eintrittserlöse und Sponsoring allein können die Kulturvereine und -Initiativen nicht am Leben halten, daher erhält auch der Musikverein per Regierungsbeschluss einen Drei-Jahres-Vertrag. Der Verein erhält jährlich 85.000 Euro, für die Jahre 2019 bis 2021. (Wieder erfolgt die vertragliche Zusicherung von 100% der Fördersumme für 2019 und jeweils mindestens 75% für die Jahre 2020 und 2021. Die Auszahlung der restlichen Mittel bis maximal 100% erfolgt nach Maßgabe der verfügbaren budgetären Mittel sowie unter Berücksichtigung der Evaluierung des Vorjahres). "Der Musikverein erhält damit in drei Jahren maximal 255.000 Euro", so Kaiser. Gerade für den Musikverein ist eine mehrjährige Planung unerlässlich. Um internationale Orchester nach Kärnten zu bringen, sind Vereinbarungen mit ihnen oft mindestens drei Jahre vor dem Auftritt zu fixieren.

Der Musikverein Kärnten gehört zu den ältesten Kulturinitiativen des Landes und zeichnet sich vor allem durch die Mischung von internationalen Orchestern mit lokalen Künstlern aus. Das Ganzjahresprogramm startete im Oktober 2018 in die Saison. Konzerte mit einer Auslastung von durchschnittlich 90 % sprechen eine deutliche Sprache.

"Wir sind auch bei der Ausgestaltung der Drei-Jahres-Verträge entsprechend der Budgetgestaltung des Landes vorgegangen, um einerseits dem Konsolidierungsgesetz gerecht zu werden und trotzdem andererseits unserer Kulturinitiativen abzusichern und damit die Qualität weiterhin zu garantieren", hält Kaiser abschließend fest.

Die Kriterien für die Zuerkennung von 3-Jahresverträgen finden Sie hier: kulturchannel.at/kriterien_foerderungsvertrages


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Robitsch