News

POLITIK

Regierungssitzung 2 - Förderung der Neugierde

08.05.2019
LHStv.in Schaunig: Lebenslanges Lernen sichert Zukunftschancen - Land startet Strategieprozess - Neue Förder-Richtlinie für Erwachsenenbildung sowie neue Richtlinie zur Anerkennung als Bildungsträger in Kärnten wurden vom Regierungskollegium einstimmig beschlossen


Klagenfurt (LPD). "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir", lautet ein bekanntes Sprichwort, das wohl nie seine Aktualität einbüßen wird. "Bildung und lebensbegleitendes Lernen sind wichtige Voraussetzungen, um die eigenen Chancen in einer Wissensgesellschaft und im internationalen Wettbewerb zu stärken und zu erhöhen", gab heute, Mittwoch, Arbeitnehmerförderungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig im Pressefoyer nach der Regierungssitzung bekannt. Sie hatte zu dem Thema drei Akte in die Regierungssitzung eingebracht.

Weil technische und soziale Schlüsselqualifikationen in jeder Lebenslage immer wichtiger werden, setzt die Kärntner Landesregierung einen Strategieprozess zum Thema Lebenslanges Lernen um. Hierbei werden Experten wissenschaftliche Tendenzen und best practice Beispiele diskutieren und mögliche Lösungsansätze präsentieren, eine eigens eingerichtete Steuerungsgruppe wird dann konkrete Maßnahmen festlegen. Die Vorarbeiten für den Prozess laufen seit Oktober 2018, das Projekt startet jetzt im Mai, bis Jänner 2020 sollen Wirkungsziele definiert sein.

"Um höchste Qualität in Sachen Lebenslanges Lernen garantieren zu können, sind mir nachvollziehbare und vergleichbare Bildungsstandards im Bereich der Erwachsenenbildung wichtig", sagte Schaunig. Mit der Einführung einer neuen Richtlinie für die Anerkennung von Kärntner Bildungseinrichtungen, die Schaunig in der Regierungssitzung präsentiert hat, wird auf das Einhalten eines hohen und national vergleichbaren Standards abgezielt.

Die Anerkennung durch das Land Kärnten ermöglicht Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Einrichtungen, in den Genuss von Förderungen durch das Land Kärnten zu kommen, sofern darüber hinaus auch die personenbezogenen Voraussetzungen erfüllt sind. Ab 1. Jänner 2020 gilt es für die Bildungsträger eine gültige Qualifizierung in Form von Ö-CERT vorzulegen. Diese beruht auf einer 15 a B-VG Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern.

Ein weiteres Thema in der Regierungssitzung war der Bericht über die Einführung einer Förder-Richtlinie für den Bereich der Erwachsenenbildung. Erwachsenenbildung im Sinne dieser Richtlinie ist wiederum ein wesentlicher Teil des lebenslangen Lernens und umfasst alle allgemeinbildenden, politischen und kulturellen Lehr- und Lernprozesse, die vorrangig der Weiterbildung der Persönlichkeit dienen. "Wesentliches Ziel ist es, eine ausgewogene, transparente und vor allem nachvollziehbare Vergabe von Förderungen zu gewährleisten", so Schaunig. "Damit lebensbegleitendes Lernen und - im besten Sinne des Wortes auch die lebenslange Neugierde - in Kärnten optimal gefördert werden."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Fischer/Zeitlinger