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Startschuss für Millionenprojekt fiel in Kärnten

13.05.2019
LH Kaiser: Energiepolitischen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam entgegnen - Herlitschka: globale Wettbewerbsfähigkeit aus Kärnten, Österreich und Europa heraus stärken


Klagenfurt (LPD). 48 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren in die Entwicklung eines Energiespar-Chips investiert. Geforscht wird unter dem Titel UltimateGaN in 26 Unternehmen aus neun Ländern. Gebündelt und kanalisiert werden die Kräfte in Kärnten, genauer gesagt in der Infineon Technologies Austria AG in Villach. Ziel ist es, Leistungshalbleiter zu global wettbewerbsfähigen Kosten für eine Vielzahl von Anwendungen bereitzustellen. Damit leistet das ECSEL-Projekt (Elektronische Komponenten und Systeme für die Europäische Führung Österreich) einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und zur CO2-Reduktion. Beim offiziellen Startschuss der Forschungsarbeiten im Congress Center in Villach heute, Montag, begrüßte Infineon-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka zur Pressekonferenz unter anderen Landeshauptmann Peter Kaiser, Andreas Urschitz (Leiter der Sparte Power Management & Multimedia Infineon Technologies Austria), Olivier Lambinet (Head of Administration ECSEL Joint Undertaking) und Michael Wiesmüller (Abteilungsleiter Informations-, industrielle Technologien und Raumfahrt beim österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie).

"Dieses Projekt trifft viele Punkte die für jede Region von enormer Bedeutung sind. Es setzt genau da an, wo die großen Probleme im Bereich der Nachhaltigkeit liegen. UltimateGaN zeigt, dass man nur mehr gemeinsam versuchen kann, den Herausforderungen der Zukunft zu entgegen", so Kaiser. Kärnten war daher auch eine der ersten Regionen die einen Kooperationsvertrag mit ECSEL unterzeichnet hat. "Projekte wie diese ermöglichen es, in Kärnten die Forschungsquote sukzessive zu erhöhen", weiß Kaiser und betonte voll des Lobes: "Dass eine so wichtige Partnerschaft von Kärnten aus koordiniert wird, kann nur stolz machen."

Als Flaggschiffprojekt bezeichnete Herlitschka das geplante Vorhaben in ihrer Begrüßung. "Dank unserer Arbeit könnten bis zum Jahr 2020 rund 20 Kraftwerke wie Freudenau in Wien eingespart werden. Energieeffizienz ist weltweit eine der größten Energieressourcen. Mit der Entwicklung intelligenter Technologien leisten wir einen zentralen Beitrag zur globalen Herausforderung des Klimawandels", betonte sie. Es sei eine große Ehre, mit den besten Partnern Europas zusammenzuarbeiten. "Damit stärken wir auch unsere globale Wettbewerbsfähigkeit aus Kärnten, Österreich und Europa heraus", so die Infineon-Vorstandsvorsitzende.

Im Hinblick auf die bevorstehende Europawahl hob Wiesmüller hervor, dass dieses Projekt ein sehr gutes Beispiel dafür sei, wie gut die EU funktioniert. "Vorhandene Spezialisierungen werden im Rahmen von ECSEL ausgebaut und globalisiert. Wir sind mittlerweile eines der führenden Länder, was die Koordination solcher großen europäischen Projekte betrifft", weiß er.

"Halbleiterprodukte aus Galliumnitrid revolutionieren die Energienutzung auf vielen Ebenen. Das Forschungsprojekt eröffnet ein enormes Marktpotenzial", sagte Urschitz. Lambinet unterstrich in seiner Begrüßung die Notwendigkeit von Kooperationen innerhalb Europas um so effizient wie möglich zu arbeiten. "UltimateGaN ist ein perfektes Beispiel wofür ECSEL JU steht, wo Projektpartner, Teilnehmerstaaten und die EU gemeinsam denken, zusammenarbeiten und investieren, um für uns alle Nutzen zu bringen."

Der weltweite Energiebedarf steigt - immer mehr Anwendungen des täglichen Lebens werden digitalisiert und elektrische Fahrzeuge drängen verstärkt in den Massenmarkt. Energiesparchips aus neuen Materialien spielen eine entscheidende Rolle, den Strom weitaus effizienter zu wandeln als bisher. Der neue Chip soll aus Galliumnitrit hergestellt werden, Energie sparen und den CO2-Fußabduck künftig minimieren. Die 26 Partner sind aus Österreich, Belgien, Deutschland, Italien, Slowakei, Schweiz, Spanien und Schweden.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: Landespressedienst Kärnten/Höher