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Regierungssitzung 3: "Go" für 74 neue Wohn- und Tagesplätze für Menschen mit Behinderung

21.05.2019
LHStv.in Prettner: EU-Mittel ELER werden vom Land verdoppelt - 9,6 Millionen Euro fließen in Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung sowie für Kriseninterventionszentrum Wolfsberg und Kinderschutzzentrum Oberkärnten


Klagenfurt (LPD). Einen Akt, der eine Investition von 9,6 Millionen Euro für den Sozialbereich mit sich bringt, hat heute, Dienstag, Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner in die Regierungssitzung eingebracht. "Mit ELER, dem EU-Förderprogramm für soziale Maßnahmen im ländlichen Raum, werden wir einerseits für Menschen mit Behinderung 74 Wohn- und Tagesstrukturplätze schaffen, andererseits im Bereich der Kinder- und Jugendwohlfahrt 15 zusätzliche Plätze schaffen", erklärte Prettner. Im Bereich der Chancengleichheit handle es sich konkret um 47 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung und 27 Plätze mit Tagesstruktur. "Zielgruppe sind junge Menschen mit Dualdiagnosen und Menschen mit Mehrfachbehinderung. Diesen werden Wohnplätze ebenso wie fähigkeitsorientierte Beschäftigungsplätze zur Verfügung gestellt", so Prettner.

Im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe geht es um das Kinderschutzzentrum Oberkärnten mit drei bis fünf Plätzen. "Außerdem errichten wir ein Kriseninterventionszentrum im Bezirk Wolfsberg. Dieses wird rund zehn Jugendlichen Platz bieten. In Summe setzen wir mit diesen neuen 15 Plätzen in der Kinder- und Jugendwohlfahrt einen weiteren Schritt, um vollinterne (stationäre) Unterbringungen zu verhindern", betonte die Sozialreferentin.

Zu den ELER-Fördermitteln erläuterte Prettner: "2014 wurden für acht Bundesländer in Summe 118 Millionen Euro reserviert. Für Kärnten sind es 10,76 Millionen Euro. Diese müssen vom Land verdoppelt werden." Gefördert werden nicht-gewinnorientierte Vereine und Sozialeinrichtungen, Gebietskörperschaften, Körperschaften öffentlichen Rechts oder Gemeinden und Gemeindeverbände. Darüber hinaus auch Gesundheitsdienstanbieter oder soziale Gesundheits-und Pflegedienste, Städte und Gemeinden. Eine nicht unwesentliche "Nebenerscheinung" ist die Stärkung des ländlichen Raumes. "Von besagten 10,76 Millionen heben wir nun 4,8 Millionen. Diese werden vom Land auf 9,6 Millionen Euro verdoppelt. Die Projekte, in die das Geld fließt, sind gut durchdacht. Sie stellen sowohl im Bereich der Behindertenhilfe mit 74 neuen Plätzen als auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wesentliche Investitionen dar", so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Rauber