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Immer mehr Diabetes-Erkrankungen: Vorsorgeaktion für Früherkennung

27.05.2019
LHStv.in Beate Prettner: Kostenloser Diabetesvorsorgetest in Kärntner Apotheken vom 3. bis 19. Juni - Ziel ist es, sein potentielles Diabetesrisiko frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig handeln zu können


Klagenfurt (LPD). Die Erkrankung folgt schleichend und lange Zeit unbemerkt. Die Zahl der Erkrankten ist in den vergangenen 20 Jahren um 40 Prozent gestiegen. Tendenz weiter steigend. In Österreich geht man von aktuell rund 600.000 Erkrankten aus. "Vorsichtig geschätzt, werden es im Jahr 2030 bereits 800.000 sein. Um effektiv gegensteuern zu können, ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu diagnostizieren", erklärte heute, Montag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner im Rahmen der Pressekonferenz "Yes, we care".

Gemeinsam mit der Apothekerkammer Kärnten und der Yes, we care GmbH machte Prettner auf die Diabetes-Vorsorgeaktion aufmerksam. Sie wird vom 3. bis 19. Juni in zahlreichen Kärntner Apotheken - mit Unterstützung der Gemeinden und des Landes - durchgeführt. "Ziel der Vorsorgeaktion ist es, ein potentielles Diabetesrisiko frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu einem Arztbesuch zu motivieren", so Prettner.

Jeder Kunde kann ohne Anmeldung im Aktionszeitraum in der teilnehmenden Partnerapotheke den Langzeitblutzucker HbA1c messen lassen - und zwar kostenlos. "Die Bestimmung dauert nur wenige Minuten. Die Messung kann jeder Zeit gemacht werden, der Kunde muss nicht nüchtern sein. Anschließend weiß der Betroffene, wie es um sein Diabetesrisiko steht", erklärte der Präsident der Apothekerkammer Kärnten, Paul Hauser. Im Fall des Falles könne er seinen Wert mit einem Arzt seines Vertrauens besprechen.

Die Vorsorgeaktion ist gratis - im Gegenzug werden die Kunden eingeladen, eine freiwillige Spende für Kinder mit Diabetes aus Kärnten zu geben. "Mit dieser Spende werden dann die betroffenen Kärntner Kinder und ihre Familien unterstützt", informierte Thomas Exel von der Yes, we care GmbH.

Wie der Kinder- und Jugendfacharzt Peter Kitzler anmerkte, würden Studien zeigen, dass weltweit nur jeder zweite Diabetiker von seiner Diabeteserkrankung wisse. "Diabetes spürt die betroffene Person nicht sofort. So werden Diagnosen oft viele Jahre nach dem Ausbruch der Krankheit durch Folgekrankheiten diagnostiziert. Je früher man risikobehaftete Personen entdeckt, desto eher und besser kann ihnen geholfen werden", so Kitzler. Und die Gesundheitsreferentin merkte an: "Vorsorge ist eine wesentliche Säule der Prävention: Und Gesundheitspolitik beginnt mit Prävention. Jede frühzeitig erkannte Erkrankung ist eine ernste Erkrankung weniger."


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger