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Regierungssitzung 2 - 18,7 Millionen Euro helfen den Lebensrettern beim Lebenretten

04.06.2019
LHStv.in Beate Prettner: Rettungseuro wurde um 280.000 Euro auf 10,7 Mio. Euro angehoben - Hauptanteil geht mit 8,9 Mio. an das Rote Kreuz, dieses transportierte 265.000 Personen bei 209 "Erdumrundungen"


Klagenfurt (LPD). Mit 18,7 Millionen Euro finanziert das Land im laufenden Jahr das Kärntner Rettungswesen - "davon werden 10,7 Millionen Euro für den so genannten Rettungseuro aufgewendet", informierte heute, Dienstag, die zuständige Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner nach der Regierungssitzung. In dieser Sitzung wurde der Rettungseuro um 280.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr angehoben. "Errechnet wird dieser Betrag durch den Verteilungsbeitrag in Höhe von 7,53 Euro und den Vorhaltungsbeitrag in Höhe von 1,99 Euro. Die beiden Beträge werden mit der Einwohnerzahl Kärntens multipliziert und von den Gemeinden verdoppelt - das ergibt in Summe den Betrag von besagten 10,7 Millionen Euro", erklärte Prettner. 87 Prozent davon gehen an die allgemeinen Rettungsorganisationen Rotes Kreuz, Samariterbund und Johanniter. Die restlichen 13 Prozent teilen sich die besonderen Rettungsorganisationen Bergrettung, Wasserrettung, Höhlenrettung und Rettungshundebrigade.

"Mit 8,94 Millionen Euro erhält das Rote Kreuz den Hauptanteil. Errechnet wurde dieser Anteil durch die transportierten Personen, die Einsatzzeiten und die gefahrenen Kilometer", so Prettner. Tatsächlich wurden vom Roten Kreuz alleine im Rettungsdienst im Jahr 2018 1,1 Millionen Stunden geleistet (in Summe waren es knapp zwei Millionen Stunden). Dabei wurden 265.000 Personen transportiert (3% der Transporte waren Notarzteinsätze, 11% Rettungseinsätze, 31% Ambulanztransporte und 55% Sanitätseinsätze). "Allein im Rettungsdienst ist das Rote Kreuz im Vorjahr 8,4 Millionen Kilometer gefahren. Das entspricht 209 Erdumrundungen. Insgesamt kam es sogar auf 11,1 Millionen gefahrene Kilometer und hätte damit 278 Mal die Erde umkreist", informierte die Gesundheitsreferentin.

Zudem wies Prettner auf den von ihr im Oktober des Vorjahres mit 300.000 Euro gespeisten Fördertopf für die besonderen Rettungsorganisationen hin: "Mit den 300.000 Euro, die bis 31. Dezember 2021 abrufbar sind, können Bergrettung, Wasserrettung, Höhlenrettung und Rettungshundebrigade notwendige Investitionen tätigen. Investitionen, die vor allem aufgrund höherer technischer Aufwände anstehen", so Prettner. "Diese außerordentliche und erstmalig zugesprochene Sonderförderung hilft mit, den Lebensrettern das Helfen zu erleichtern. Sie ist ein Beitrag zur allgemeinen Sicherheit und eine Wertschätzung der unermüdlichen Helfer", so Prettner. Übrigens: Diesen Fördertopf gebe es in keinem anderen Bundesland.

Abgesehen vom 10,7 Millionen schweren Rettungseuro unterstützt das Land mit 6,5 Millionen Euro die Notarztwagen und mit 1,5 Millionen Euro den Notarzthubschrauber. "In Summe sind das im laufenden Jahr knapp 18,7 Millionen Euro für das Kärntner Rettungswesen. Wir garantieren und sichern damit eine schnelle und lückenlose Rettungskette", betonte Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm