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Regierungssitzung 4 - Rauchfangkehrer - Künftig weniger Kehrungen bei umweltfreundlichen Heizanlagen

04.06.2019
LR Schuschnig: Kärnten ökologisiert Kehrpläne - Moderne Heizanlagen müssen künftig weniger oft gekehrt werden - Sommerkehrung für Privathaushalte wird gestrichen - Tarifdschungel wird vereinfacht


Klagenfurt (LPD). "Ein Tag vor dem internationalen Tag des Umweltschutzes setzen wir heute einen Schritt, moderne Heizanlagen zu forcieren und die Rauchfangkehrungen in Kärnten zu modernisieren. Damit gibt es künftig weniger Auflagen für moderne und umweltfreundliche Heizanlagen", gab Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig heute, Dienstag, anlässlich der Regierungssitzung bekannt. In dieser hat die Kärntner Landesregierung eine Novellierung der Kärntner Gefahren- und Feuerpolizeiordnung beschlossen. "Die Kehrfristen für neuere Heizanlagen werden verlängert, die Sommerkehrung für Privathaushalte wird gänzlich abgeschafft und das Tarifsystem vereinfacht", so Schuschnig.

"4-3-2-1 lautet künftig in Kärnten die Merkformel für den Rauchfangkehrer. Viermal jährlich müssen nur mehr Heizanlagen gekehrt werden, die mit unökologischem Heizöl betrieben werden und vor 2010 errichtet wurden. Für umweltfreundliche Heizanlagen, die nach 2010 errichtet wurden und der Ökodesign-Richtlinie entsprechen, entfällt künftig eine Kehrung. Für Pellettsheizungen sind zwei Jahreskehrungen vorgehsehen. Moderne Heizanlagen, die mit umweltfreundlichem Gas oder hochwertigem Öl betrieben werden, müssen sogar nur mehr einmal jährlich gekehrt werden", erläutert Schuschnig.

"Schon bisher haben sich viele Haushalte von der Sommerkehrung abgemeldet. Diesen bürokratischen Schritt lassen wir nun entfallen", ergänzte Schuschnig. Auch werden neue Erleichterungen für Zweifeuerstätten, wie u.a. Kachelöfen, eingeführt, damit auch diese weniger oft gekehrt werden müssen. Ebenso bringt die neue Regelung diverse Erleichterungen, "damit die Kehrprüfungen wieder mit mehr Haus- und Sachverstand der öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer erfolgen können", so Schuschnig.

Der Rauchfangkehrer übt seine Tätigkeiten streng nach gesetzlichen Vorgaben aus, die Zahl der Kehrungen ist gesetzlich festgelegt. Auch die Tarife sollen mit der neuen Regelung vereinheitlicht und vereinfacht werden. "Die unterschiedliche Behandlung von Einzel- und Zentralheizanlagen sowie die schwer nachvollziehbare Verrechnung von Erschwerniszuschlägen soll entfallen. Gleichzeitig ziehen wir eine Obergrenze für die maximale Jahreskehrgebühren ein und verpflichten die Rauchfangkehrer, jedem Haushalt künftig eine Jahresabrechnung zu übermitteln. Hier sind wir in positiven Gesprächen mit allen Sozialpartnern, um eine für alle tragbare Lösung zu finden", betonte Schuschnig. Es gibt in Kärnten ca.140.000 kehrpflichtige Objekte, ein Großteil der Haushalte wird künftig eine geringere Jahresbelastung haben.

"Nachhaltigkeit und Klimaschutz dürfen keine bloßen Lippenbekenntnisse sein. Wenn wir in Kärnten im Sinne der künftigen Generationen Politik machen wollen, dann muss der Umweltschutzgedanke auch gesetzlich verankert sein, und zwar ohne neue Auflagen. Das ist uns bei der Novellierung der Kärntner Gefahrenpolizei- und Feuerpolizeiordnung gelungen".



Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Zeitlinger