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Kärntner Hitzewarnsystem wichtiger denn je

07.06.2019
LHStv.in Beate Prettner: Hitzeschutzplan warnt und informiert mehr als 900 Einrichtungen in unserem Bundesland - Vorsicht auch bei Einnahme von bestimmten Medikamenten geboten


Klagenfurt (LPD). "Durch den Klimawandel sind in Kärnten Hitzewellen mit längerer Dauer und größerer Häufigkeit zu erwarten. Laut Langzeitprognose dürfte der heurige Sommer wieder mit extremen Temperaturen aufwarten. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung bestmöglich vorzuwarnen und vor Hitzebelastungen zu schützen", gab heute, Freitag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekannt. "Gesundheitlich belastend und gefährlich ist besonders die erste schwere Hitzewelle des Jahres", sagte Prettner. Die Hitzeauswirkungen würden vor allem für ältere Mitbürger, chronisch Kranke und Kinder oft unterschätzt.

"Das Land Kärnten stellt deshalb auch heuer - in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) - einen Hitzeschutzplan zur Verfügung", informierte die Gesundheitsreferentin. Sobald mit einer mindestens drei Tage anhaltenden starken oder extremen Wärmebelastung zu rechnen ist, werden mehr als 900 Kärntner Einrichtungen - Alten- und Pflegeheime, Kindergärten, Krankenanstalten, Rettungsorganisationen - per Mail von der ZAMG über "richtiges Verhalten bei anhaltender Hitze" informiert.

"Durch die Übermittlung der Prognosen und Warnungen wollen wir das Personal in den genannten Einrichtungen dabei unterstützen, rechtzeitig alle nötigen Maßnahmen einzuleiten, um jene Personengruppen bestmöglich zu schützen, für die anhaltende Hitze eine enorme gesundheitliche Belastung darstellen kann: nämlich ältere Mitbürger, Kranke und Kinder", so die Gesundheitsreferentin. Sie wies auch darauf hin, dass besondere Achtsamkeit bei der Einnahme von Medikamenten geboten sei: "Denn gewisse Medikamente können die Körpertemperatur und den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen, insbesondere Diuretika (Entwässerungsmittel), Sedative, Antidepressiva oder bestimmte Antibiotika."

Aufmerksam machte Prettner in ihrer Funktion als Tierschutzreferentin zudem auf Vorsorgemaßnahmen für Tiere: "Auch Tiere leiden unter den extremem Temperaturen", warnt sie. "Der ständige Zugang zu Wasser muss gerade während einer Hitzeperiode immer und überall gewährleistet sein." Bei der Haltung im Freien sei außerdem zu beachten, dass eine überdachte Rückzugsmöglichkeit für die Tiere vorhanden ist.

Übrigens: Im Vorjahr wurde das Hitzewarnsystem dreimal aktiviert.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger