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Verein für Arbeitsstiftungen präsentiert beeindruckende Erfolgsbilanz

17.06.2019
LHStv.in Schaunig: Mehr als 8000 Menschen fanden über Arbeitsstiftungen zurück ins Berufsleben - Bestes Beispiel für gelebte Sozialpartnerschaft - Ausbau der Berufs- und Bildungsorientierung


Klagenfurt (LPD). Anfang 50. Weiblich. Wegen einer körperlichen Einschränkung für den erlernten Beruf nicht mehr geeignet. Ein Algorithmus würde sagen: nicht vermittelbar. Endstation?

Nein. Seit 25 Jahren sorgt der "Verein Förderung Kärntner Arbeitsstiftungen - VFKA" dafür, dass auch Personen, die nach der Insolvenz ihres Unternehmens, nach persönlichen Schicksalsschlägen, nach Erkrankungen, nach einem Ausbildungsabbruch, wieder neue Perspektiven - und in fast allen Fällen auch neue Jobs - finden. "Der VFKA ist aus der Arbeitsmarkt-Landschaft Kärntens nicht mehr wegzudenken und zugleich ein Paradebeispiel für gelebte Sozialpartnerschaft", betonte heute, Montag, Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Getragen wird der Verein von Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, ÖGB, Industriellenvereinigung und den Fördergebern AMS und Land Kärnten. Ins Leben gerufen wurde der Verein aus traurigem Anlass: Vor 25 Jahren standen nach Großinsolvenzen plötzlich über 100 Menschen ohne Job da. Um ihnen zu helfen, wurde die Metallstiftung Kärnten gegründet - die erste von mittlerweile mehr als 230 Stiftungsprojekten. Die Erfolgsbilanz ist beeindruckend: 87 Prozent der Stiftungsteilnehmerinnen und Stiftungsteilnehmern ist der Wiedereinstieg in den Job geglückt. Den Vorsitz führt seit 25 Jahren Adam Unterrieder, dessen Mandat bei der gestrigen Generalversammlung erneut verlängert wurde.

"Es ist ungemein beeindruckend, wenn man die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Zielgruppenstiftung erlebt, die nach nur 6 Wochen intensivem Training neue Perspektiven haben und einen ganz klaren Karriereplan, der nicht nur ihre realistischen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt abbildet, sondern auch ihre persönlichen Leidenschaften und Talente berücksichtig", berichtete Schaunig. Die Stiftungen erbringen Leistungen im Umfang von 1,7 bis 2 Millionen Euro pro Jahr, die Mittel kommen unter anderem vom Land Kärnten und dem AMS.

Um realistische Möglichkeiten und persönliche Leidenschaften geht es auch im zweiten Aufgabengebiet des VFKA, der Berufs- und Bildungsorientierung. Seit zehn Jahren informiert der Verein gemeinsam mit Betrieben, Sozialpartnern und Behörden Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Schulstufe über die Vielzahl an möglichen Berufsfeldern, die ihnen offenstehen. "Die richtige Berufsentscheidung ist einerseits eine ganz wichtige Grundlage für den individuellen Erfolg und das persönliche Glück. Gleichzeitig sind gut ausgebildete und hoch motivierte Arbeitskräfte entscheidender Standortfaktor", betonte Schaunig.

Die Berufs- und Bildungsorientierung wird jährlich mit Mitteln in der Höhe von rund 500.000 Euro ausgestattet, die zur Hälfte vom Land Kärnten und dem AMS kommen. Die Industriellenvereinigung unterstützt die Initiative mit einem Finanzierungsbeitrag. Schaunig kündigte eine Aufstockung und Ausweitung an: "Wir wollen ab Herbst verstärkt über das neue Modell Lehre nach Matura informieren, stärker in den AHS präsent sein und damit auch Jugendliche nach Ende ihrer Schulzeit erreichen.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig/fritzpress