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gemeinsam.gewinnt: Integrationspreis 2019 verliehen

18.06.2019
LR.in Schaar gratuliert zu Siegerprojekten und allen Teilnehmenden für ihren engagierten Beitrag für ein gutes, friedliches Miteinander in Kärnten


Klagenfurt (LPD). Erstmals wurde heuer im Rahmen der Umsetzung des 2017 beschlossenen Integrationsleitbildes "Gemeinsam in Kärnten" ein Integrationspreis ausgeschrieben. Ziel ist es, zivilgesellschaftliches Engagement sowie aktive Gemeinden und Unternehmen, die mit viel Einsatz im Integrationsbereich tätig sind und einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten, vor den Vorhang zu holen und ihre Leistungen zu würdigen. Teilnehmen konnten alle NGOs, Vereine, Initiativen, Gemeinden und Unternehmen mit Sitz und Wirkungsbereich in Kärnten, die Einreichfrist lief von 11. April bis 24. Mai 2019.

"Mit dem Integrationspreis möchten wir good-practice-Beispiele sichtbar machen und deren Wertschätzung und Anerkennung heben", betonte Integrationsreferentin Landesrätin Sara Schaar gestern, Montag, bei der Verleihung des Integrationspreises im Jugendgästehaus Cap Wörth in Velden. Vergeben wurde der Preis in drei Kategorien: gemeinsam.arbeiten - Integration im Unternehmen, gemeinsam.vor.ort - Integration in der Gemeinde und gemeinsam.begegnen - Zivilgesellschaft und Integration. "Insgesamt wurden 30 Projekte eingereicht, was mich sehr freut und mir zeigt, dass es viele Menschen in Kärnten gibt, denen es ein Herzensanliegen ist, anderen Menschen zu helfen und für ein gutes, friedliches Miteinander zu sorgen", so Schaar. Sie unterstrich, dass mit den Aktivitäten ein wertvoller Beitrag zur Begegnung von geflüchteten Menschen und der Kärntner Bevölkerung und zum Abbau von Vorurteilen geleistet werde.

Erfreulich seien Vielfalt und Engagement der Projekteinreicherinnen und Projekteinreicher: "Es haben Schulklassen ebenso wie kleinere und größere Unternehmen mitgemacht, aber auch Sportvereine, Theatergruppen und Gaststätten. Die Jury hatte es bei den innovativen und nachhaltigen Aktivitäten nicht einfach, ihre Bewertung abzugeben", so Schaar, die sich bei allen Projekteinreicherinnen und Projekteinreichern ganz herzlich bedankte. "Ihr gebt geflüchteten Menschen Perspektiven und helft ihnen dabei, dass für sie das Fremde zum Vertrauten wird."

Ganz besonders gratulierte Schaar zu den Gewinnerprojekten. In der Kategorie "gemeinsam.arbeiten" konnten sich gleich zwei Unternehmen - Infineon Technologies Austria AG mit dem Projekt "Lehre mit Asyl" und "Naturel Hotels & Resorts Latschach" mit dem Projekt "Verantwortung übernehmen" - über den ersten Platz freuen. "Bei beiden Projekten geht es um die Integration junger Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt und darum, Potenziale zu nutzen sowie dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken", so Schaar. Bei Infineon sei Diversität gelebter Teil der Unternehmenskultur. "Hier erhalten junge Asylwerber eine Zukunftsperspektive, indem sie eine Doppellehre in Mechatronik/Elektrotechnik und Elektrotechnik/Metalltechnik absolvieren können. Bei den Naturel Hotels & Resorts Latschach werden vier Asylwerber zum Restaurantfachmann ausgebildet."

In der Kategorie "gemeinsam.begegnen - Zivilgesellschaft" konnte das "autonome Kompetenzzentrum Ladybird" mit dem Projekt "Gute Frage - Nächste Frage" die Jury überzeugen. "Bei diesem Projekt geht es um Diskussion, Wissensaustausch und den Abbau von Vorurteilen und Ängsten", beschreibt Barbara Roschitz, Leiterin der Abteilung "Integration und Gesellschaft". Mit dem Projekttitel "Gewaltschutz und Migration" holte sich die Stadt Villach in der Kategorie "gemeinsam.vor.ort - Gemeinde" den ersten Platz. Roschitz: "Die Stadt Villach ist beim Thema Integration sicher eine Vorzeigegemeinde. So hat sie beispielsweise einen Integrationspass für Asylwerberinnen und Asylwerber entwickelt, der sehr erfolgreich angenommen wird."

Schaar betonte, dass Integration ein "gemeinsamer, dynamischer Prozess" sei: "Dahingehend wurde auch das Motto gemeinsam.gewinnt ausgewählt. Die Basis für ein gutes Miteinander sind Offenheit, Respekt, gegenseitiges Verständnis und die Begegnung auf Augenhöhe. Die eingereichten Integrationsprojekte stimmen mich sehr zuversichtlich, da sie zeigen, dass Kärnten genau über eine solche Basis verfügt."

Unter den Ehrengästen der Verleihung waren Villachs Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser, Superintendent Manfred Sauer und Erich Kreuzer von der Landespolizeidirektion Kärnten. Durch den Abend führte Moderatorin Kerstin de Piero.



Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Böhm
Fotohinweis: Büro LR.in Schaar