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Regierungssitzung 3: Heizzuschuss mit neuer Pensionisten-Variante

19.06.2019
LHStv.in Prettner: Anhebung der Einkommensgrenze, um Betroffene abzusichern - Im Vorjahr 18.471 Begünstigte - 2,88 Millionen Euro wurden aufgewendet


Klagenfurt (LPD). Auch wenn die Außentemperaturen keine "kalten" Gedanken aufkommen lassen: Der nächste Winter kommt bestimmt. "In der vergangenen Heizperiode hat das Land Kärnten 2,88 Millionen Euro an Heizkostenzuschuss ausbezahlt. Profitiert haben davon 18.471 Kärntner", erklärte heute, Mittwoch, Sozialreferentin Beate Prettner. "Damit die Betroffenen auch im kommenden Winter die finanzielle Zuwendung erhalten, haben wir in der heutigen Regierungssitzung die Einkommensgrenzen angepasst, und zwar um 2,6 Prozent", betonte Prettner.

Um den großen Heizzuschuss (180 Euro) zu erhalten, können Alleinstehende und Alleinverdienende über 885,47 Euro an monatlichem Nettoeinkommen verfügen. Für Haushaltsgemeinschaften von zwei Personen beträgt die Einkommensgrenze 1.327,67 Euro. Neu festgesetzt wurde eine Einkommensgrenze für alleinstehende Pensionisten, die 360 Erwerbsmonate vorweisen können: Ihre Pensionsgrenze liegt zur Gewährung des großen Heizzuschusses bei 995,09 Euro.

Für den kleinen Heizzuschuss (110 Euro) wurden die Einkommensgrenzen mit 1.099,24 Euro bzw. mit 1.511,45 Euro festgesetzt.

Wie Prettner informierte, liegt Kärnten bei der Höhe des Heizzuschusses österreichweit gesehen an dritter Stelle. Erleichtert zeigte sie sich über das Einlenken der vormaligen Bundesregierung im Fall der Gewährung des Heizzuschusses bei Bezug der Mindestsicherung: "Ursprünglich war geplant, dass der Heizzuschuss von der Mindestsicherung bzw. der neuen Sozialhilfe abzurechnen gewesen wäre. Das hätte bedeutet, dass genau jene Menschen, die den Zuschuss am notwendigsten haben, diesen nicht bekommen hätten", so die Gesundheitsreferentin. Bekanntlich wurde dieses Vorhaben vor Gesetzeswerdung abgeändert. "Damit ist nun auch nach Inkrafttreten der neuen Sozialhilfe sichergestellt, dass Mindestsicherungs- bzw. Sozialhilfebezieher einen Anspruch auf den Heizzuschuss haben", sagte Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn