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Hitzeschutzplan erneut aktiviert: Was tun bei Hitzestress, Sonnenstich und Hitzeschlag?

25.06.2019
LHStv.in Prettner: Starke Hitzebelastung in allen Kärntner Regionen - Spitäler und Pflegeheime informiert - Symptome und Maßnahmen bei Hitzestress, Sonnenstich und Hitzeschlag


Klagenfurt (LPD). Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde heute, Dienstag, der Hitzeschutzplan des Landes Kärnten aktiviert. "Mehr als 900 Kärntner Einrichtungen - Alten- und Pflegeheime, Krankenanstalten, Rettungsorganisationen und Kinderbetreuungseinrichtungen - wurden über die Wetterprognose inklusive Anleitungen zum Hitzeschutz informiert", gibt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekannt.

Die aktuelle Hitzewelle mit bis zu 37 Grad soll laut Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bis zumindest Donnerstag anhalten. Mit einer wenig wetterwirksamen Kaltfront wird es ab Freitag und am Wochenende etwas weniger heiß und die Luft weniger schwül. Die Tageshöchstwerte liegen dann "nur" noch um 30 Grad. Auch die Nächte werden mit 18 bis 13 Grad wieder etwas kühler. In der nächsten Woche geht es mit den hochsommerlichen Temperaturen zunächst weiter, am Montag sind noch einmal Werte bis 33 Grad möglich.

Vorsicht bei derartigen Temperaturen ist vor allem auch bei der Einnahme von Medikamenten geboten: "Medikamente können die Körpertemperatur und den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen. Diese Gefahr ist vor allem bei Entwässerungsmitteln, Beruhigungsmitteln und Antidepressiva, aber auch bei bestimmten Antibiotika gegeben", so Prettner. Sie rät dazu, in diesen Fällen Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten.

Zumal es immer wieder Nachfragen zu Sonnenstich und Hitzeschlag gibt, hier ein Überblick über Symptome und Gegenmaßnahmen: Erste Warnzeichen bei Hitzestress sind starkes Schwitzen, Leistungsabfall, Schwindel, Herzklopfen, erschwertes Atmen, trockene Haut und Muskelkrämpfe, Erbrechen, Durchfall. Ein Sonnenstich hingegen ist eine Reizung der Gehirnhäute und des Hirngewebes. "Er entsteht durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf den ungeschützten Kopf und Nacken. Besonders gefährdet sind Personen mit wenig Haaren und ganz speziell Kinder, da bei ihnen die Schädeldecke noch dünner ist", informiert die Gesundheitsreferentin. Anzeichen dabei sind ein roter und heißer Kopf, Kopfschmerzen, aber auch Übelkeit und Erbrechen. Der Betroffene ist umgehend in den Schatten zu bringen, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu lagern und den Kopf mit kalten Umschlägen zu kühlen. "Ein Hitzeschlag wiederum tritt ein, wenn die Eigenregulationsmechanismen versagen oder überlastet sind. Er ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Innerhalb kurzer Zeit steigt die Körpertemperatur auf 41 Grad an", so Prettner. In diesem Fall sei umgehend ein Arzt zu verständigen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Rauber