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Sanierungsförderung im Fokus des Wohnbauförderungsbeirats

27.06.2019
LHStv.in Schaunig: Altbauten werden sowohl thermisch-energetisch als auch barrierefrei auf aktuellen Stand gebracht - Höhere Wohnqualität für Mieterinnen und Mieter - Verbesserte CO2-Bilanz


Klagenfurt (LPD). Heute, Donnerstag, beschloss der Wohnbauförderungsbeirat nachhaltige Sanierungsprojekte im gemeinnützigen Wohnbau. "Im Rahmen des Kärntner Wohnbauprogramms 2019 bis 2022 investieren wir rund 150 Millionen Euro in die Errichtung von ca. 1.000 neuen Mietwohnungen. Allerdings forcieren wir nicht nur Neuerrichtungen. Mit der Sanierungsoffensive den Baubestand zu erhalten, ganz nach dem Motto ‚Aus alt mach neu!‘, ist vor allem ökologisch sinnvoll und effizient", fasste Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig die Beiratssitzung zusammen. Im Sanierungsfördertopf stehen 2019 rund 40 Millionen Euro für die Unterstützung zielführender, nachhaltiger Maßnahmen zu Buche.

Unter den Sanierungsförderungsansuchen finden sich bauliche Änderungen, die nicht nur ökologisch nachhaltige Verbesserungen bringen, sondern die Lebensqualität der Hausbewohnerinnen und -bewohner langfristig sicherstellen. "Barrierefreiheit war 1985 für die Bauwirtschaft noch kein so wichtiges Thema, denn die gesellschaftspolitischen Entwicklungen hinsichtlich Gleichstellung fanden erst ein knappes Jahrzehnt später statt.

Unter den heute beschlossenen Sanierungsförderungen findet sich unter anderem eine Wohnanlage aus den 80ern, die nun nachträglich einen Lift erhält. Das Treppenhaus, das beispielsweise für Eltern mit Kinderwagen, für ältere Menschen oder für verletzte, kranke Personen oftmals eine schwer zu überwindende Hürde darstellt, ist für die Hausbewohnerinnen und -bewohner bald schon kein Problem mehr", freute sich die Wohnbaureferentin. Weniger als 200.000 Euro kostet die Adaption in Form eines Stiegenhaus-Zubaus - für die Mieterinnen und Mieter ein kleiner Eingriff in die bauliche Substanz mit großer alltagserleichternder Wirkung.

Doch nicht nur Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Barrierefreiheit finden sich unter den geförderten Aktionen. Thermische Sanierungen und Umstellungen der Heizsysteme von Öl auf Pellets zur CO2-Reduktion zählen ebenso zu den geförderten Sanierungsbestrebungen. Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit prägen die Beschlüsse des Wohnbauförderungsbeirats. Denn die häufig kolportierte aber falsche Annahme, Neubauten seien CO2- und energiefreundlicher als sanierte Altbauten, ist ein seit langem widerlegter Mythos. Die graue Energie, die bei einem Neubau produziert wird, entfällt bei der Sanierung zu großen Teilen. Damit tragen Sanierungsmaßnahmen zur Erreichung der Klimaziele und zum aktiven Klimaschutz bei.

Darüber hinaus führt Wirtschaftsförderungs- und Arbeitsmarktreferentin Schaunig ein zusätzliches Argument für Sanierungsförderung ins Treffen: "Die Sanierungsmaßnahmen stellen auch wirtschaftlich einen relevanten Faktor dar. Zahlreiche Kärntner Betriebe erhalten den Zuschlag für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Abgesehen von der finanziellen Bedeutung sichern Sanierungsaufträge auch hochqualifizierte Beschäftigung."



Rückfragehinweis: BüroLHStv.in Schaunig
Redaktion: Waldner/Zeitlinger